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ALLGEMEIN
15.04.2013

"Flagge zeigen" in schweren Zeiten: Neue Mitglieder bei der TSG

1899 Hoffenheim erlebt die sportlich schwerste Phase seit dem schnellen Aufstieg aus der dritten in die Bundesliga. In einer solchen Situation ist es wichtig, dass alle zusammenstehen – Mannschaft, Trainerteam, Angestellte des Vereins und auch die Fans. achtzehn99.de hat sich mit Fans unterhalten, die erst in den letzten Wochen Mitglied bei der TSG 1899 wurden. Sie haben über ihre Beweggründe und den Zeitpunkt ihres Beitritts gesprochen.

Erik Beiersdorfer, Hoffe-Fan seit 2009, erklärt: "Ich habe in meinem Fan-Dasein viele Höhen und auch so manche Tiefen miterlebt. Trotz der momentan schwierigen Situation liebe ich die TSG. Jedes Wochenende, ob vor dem Fernseher oder im Stadion, fiebere ich mit."

Auslöser für sein Fantum war der 25. April 2010 – der Tag seines ersten Besuchs in der Rhein-Neckar-Arena. Damals gewann die TSG 5:1 gegen den Hamburger SV. Der Unterschied zu damals? "Heute kenne ich jeden Fangesang auswendig, damals kannte ich keinen", so Beiersdorfer. Sein Beitritt zum jetzigen Zeitpunkt sei Trotz und Anfeuerungsversuch zugleich. "Ich stehe hinter dem Team, egal ob wir auf dem Relegationsplatz stehen oder um die europäischen Ränge mitspielen."

Auch Pasqual Bailey macht seine Unterstützung nicht vom Tabellenplatz abhängig. Zur Not unterstützt er die TSG auch in der zweiten Liga. "Aber ich hoffe natürlich bis zum letzten Moment, dass wir erstklassig bleiben", sagt Bailey. Seit 2005 verfolge er die Spiele der TSG regelmäßig. Auch im Privatleben zeigt er seine Liebe zu 1899. "Ich trage in meiner Freizeit und auch im Beruf immer wieder meine TSG-Caps", erklärt er. Der Schritt Mitglied zu werden, war für ihn die logische Konsequenz.

"Wenn nicht jetzt, wann dann"

Jürgen Lemke ist durch die TSG erst zum Fußball-Fan geworden. "Ich lebe jetzt seit 20 Jahren in der Region; ursprünglich komme ich aus Berlin. Fußball habe ich immer sehr entspannt und oberflächlich geschaut, bis ich mich mit dem, was hier getan wird, identifizieren konnte." Er wollte in der jetzigen schwierigen Situation durch seine Mitgliedschaft ein Zeichen setzen. "In der Öffentlichkeit gibt es viele Anfeindungen gegen Fans der TSG. Ich wurde schon oft von anderen Fans als Event-Fan verspottet, dabei habe ich schon lange eine Dauerkarte für die Rhein-Neckar-Arena", sagt Lemke.

Ronny Glock aus Offenburg wollte "Flagge zeigen". Mitglied bei der TSG zu werden, hatte er schon lange vor, nun war für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen. "Wenn nicht jetzt, wann dann ist meine Devise", sagt er. Trotz der Entfernung hat Glock zwei Dauerkarten bei 1899 Hoffenheim. "Ich bin immer da. Das würde sich auch bei einem Abstieg nicht ändern." Für ihn sei es von besonderer Bedeutung, jetzt "zum Verein und zur Mannschaft zu stehen".

Vier neue Mitglieder, die zeigen was die TSG braucht – Zusammenhalt und Leidenschaft. Auf und neben dem Platz.

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