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19.04.2013

Bernd Leno: "Wir müssen gegen Hoffenheim höllisch aufpassen"

Bernd Leno ist durch starke Leistungen in den vergangenen Monaten sogar ins Blickfeld von Bundestrainer Joachim Löw gerückt. Der 21-jährige Torhüter von Bayer Leverkusen hat dabei eine Karriere im Zeitraffer hingelegt. In kürzester Zeit von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart in die Champions League. Vor dem Spiel der TSG bei Bayer 04 Leverkusen spricht er über seinen Reisepass, sein spanisches Vorbild und das Duell mit Hoffenheim.

Hallo Bernd, hast du dich seit deinem Wechsel nach Leverkusen eigentlich mal in Ruhe zuhause hingesetzt, und darüber nachgedacht, was dir alles passiert ist?

Ja, nach meiner ersten Saison bei Bayer mit Champions League-Teilnahme und dem Start von null auf hundert sind mir schon ein paar Gedanken durch den Kopf gegangen. Das war eine ganze Menge auf einmal und sicherlich nicht selbstverständlich. Ich bin Bayer Leverkusen wirklich dankbar, dass sie seinerzeit auf einen jungen und unerfahrenen Torwart aus der Dritten Liga gesetzt haben. Das war ein großer Vertrauensbeweis, der Verein ist damit ein Risiko eingegangen. Ich bemühe mich seitdem, das in mich gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen und mit Leistung zurückzuzahlen.

In der Rückrunde geht es bei euch ein wenig auf und ab. Wo ist die Konstanz aus der Vorrunde hin?

Grundsätzlich ist es ja so, dass sich an unserer Tabellensituation im Vergleich zur Hinrunde nicht viel geändert hat. Wir sind weiterhin Dritter. Aber natürlich haben auch wir bemerkt, dass es spielerisch und auch von den Ergebnissen her momentan nicht so überragend läuft wie in der Vorrunde. Allerdings ist das auch ganz normal. Irgendwann hat jede Mannschaft in einer so langen Saison mal Schwankungen. Ich bin überzeugt davon, dass wir die Saison stabil zu Ende spielen werden.

Bis jetzt seid ihr die einzige Mannschaft, die die Bayern in der Bundesliga geschlagen hat. Ist das eine Sache, über die du nachdenkst?

Nein, das spielt keine Rolle mehr. Wir haben es damals natürlich genossen, aber letztendlich haben wir auch dafür nur drei Punkte bekommen. Wichtig ist, dass wir einigermaßen konstant weiter punkten.

Beim Spiel in Charkow hattest du Probleme mit der Anreise – Reisepass vergessen. Kannst du im Nachhinein über den kleinen Fauxpas lachen?

Ja, das ist kein Problem. Sie haben es ja gesagt: Es war ein kleiner Fauxpas – mehr nicht.

Iker Casillas ist dein Vorbild. Was kannst du vom spanischen Nationaltorhüter noch lernen und was fasziniert dich an seinem Spiel?


Momentan hat er in Madrid ja seine Schwierigkeiten. Aber er ist und bleibt ein super Torwart. Er ist unglaublich stark in den entscheidenden Situationen, besonders im eins gegen eins. Oft bekommt er nicht viel zu tun, aber wenn es darauf ankommt, ist er da.

Am Samstag kommt Hoffenheim mit zwei guten Spielen im Rücken nach Leverkusen. Was erwartest du von der Partie?

Hoffenheim ist im Abstiegskampf, und es werden immer weniger Spiele. Sie haben mit Sicherheit nichts zu verschenken und werden topmotiviert nach Leverkusen kommen. Eigentlich dürfte die Mannschaft nicht so weit unten stehen, sie hat viel mehr Klasse, als der Tabellenstand es aussagt. Aber so ist das manchmal im Fußball: wenn du unten drinsteckst, dann hat sich plötzlich alles gegen dich verschworen. Wir müssen höllisch aufpassen, die TSG wird sich am Samstag ganz teuer verkaufen.

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