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27.02.2013

Fabian Johnson: "Der Druck ist nicht vom Gegner abhängig"

Fabian Johnson wurde im Münchner Stadtteil Giesing geboren. Vor dem Duell gegen die Bayern (Sonntag, 3. März, 15.30 Uhr) spricht er im Interview mit achtzehn99.de über sein Heimatstadt, seine Jugend, die "Löwen" und die Bayern.

Hallo Fabian, du bist gebürtiger Münchner. Was verbindest du mit der Stadt?

Das ist meine Heimat. Ich bin dort aufgewachsen, viele meiner Freunde und meine Familie leben noch immer dort. Wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich zuhause bei meiner Familie. Da lasse ich es dann ruhig angehen. Manchmal besuche ich meinen besten Kumpel und seinen kleinen Sohn oder wir gehen mal ins Kino. Ich habe dann immer Leute um mich, die mir wichtig sind

Giesing ist die Heimat der Bayern und der "Löwen". Hattest du es näher zur Grünwalder oder zur Säbener Straße?

Ich denke, es war sogar ein wenig näher zu den Bayern, also zur Säbener Straße.

Dennoch bist du bei 1860 München gelandet.

Ich bin den Weg gegangen, den meine großer Bruder gegangen ist. Er war schon in vielen Dingen ein Vorbild für mich und er hat bei 1860 gespielt.

Wo hast du das Fußballspielen angefangen oder gelernt?

Schon auf einem Bolzplatz. Da war ich in meiner Kindheit und Jugend sehr viel. Mit meinem Bruder und mit Freunden waren wir fast Tag und Nacht Fußball spielen.

Was unterscheidet den Kraichgau und München?

Hier ist es viel ruhiger. Ich kann mich voll auf den Sport konzentrieren. Auch medial ist es hier ruhiger als in München. Dort haben den Spielern die Journalisten schon mal aufgelauert und man wurde ständig belagert.

Du bist Nationalspieler für die USA - nachdem du die deutschen U-Mannschaften durchlaufen hast. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Jürgen Klinsmann hat mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen kann und mir sein Team und das Umfeld mal anschauen möchte. Das habe ich dann gemacht und ich habe einen guten Eindruck bekommen. Mit den USA habe ich die Möglichkeit eine Weltmeisterschaft zu spielen - das ist für jeden Spieler ein großes Ziel. Zudem habe ich ein gutes Verhältnis zu Jürgen Klinsmann - er ruft immer wieder an und erkundigt sich, wie es mir geht. Generell wurde ich dort von allen gut aufgenommen.

Zurück zu München. Am Sonntag kommen die Bayern in die WIRSOL Rhein-Neckar-Arena. Als ehemaliger "Löwe" hast du sicherlich ein spezielles Verhältnis zum FCB...

Ja sicherlich, aber die Vergangenheit spielt da keine große Rolle. Jetzt geht es mit der TSG gegen Bayern und jeder freut sich auf diese Partie. München ist eine der besten Mannschaften der Welt und wir wollen zeigen, dass wir besser sind als die letzten Leistungen den Anschein machen. Für mich kommt persönlich noch dazu, dass mein bester Freund Bayern-Fan ist. Das ist ein kleines Extra.

München ist sehr gut drauf. Wie schwer wird das am Sonntag?

Das hat nicht einmal unbedingt was mit der aktuellen Form zu tun. Gegen Bayern ist es immer schwer. Derzeit lassen sie den Ball sehr gut laufen und strahlen viel Ruhe aus. Da ist es fast egal, wer auf dem Platz steht. Für uns wird das ein Lauf- und Kampfspiel, weil wir wohl nicht so viel Ballbesitz haben werden.

Hat man gegen Bayern eventuell sogar etwas weniger Druck, weil keiner etwas erwartet?

Vielleicht ein wenig, weil Bayern der klare Favorit ist, aber wir sind in einer schlechten Situation und in jedem Spiel gibt es drei Punkte zu holen. Deshalb ist es ein Spiel wie jedes andere auch. Der Druck, den wir haben, ist nicht davon abhängig, wer unser Gegner ist.

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