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01.04.2012

Zwei Elfmeter, ein Punkt: Hoffenheim und Schalke trennen sich 1:1

1899 Hoffenheim wartet weiter auf den 4. Heimsieg der laufenden Spielzeit. Zum Abschluss des 28. Spieltags trennten sich Hoffenheim und Schalke 04 am Ende leistungsgerecht 1:1. Sejad Salihovic und Klaas-Jan Huntelaar trafen jeweils per Foulelfmeter.

Die ganz in Weiß gekleideten Schalker begannen das Spiel mit dem ersten Anstoß. Die erste Gelegenheit aber hatten die Hausherren. Sven Schipplock fand sich alleine vor FC-Torwart Lars Unnerstall wieder, nachdem Sejad Salihovic ihn per Pass in die Gasse auf die Reise geschickt hatte. Schiedsrichter Markus Schmidt entschied aber auf Abseits (1.). Zwei Minuten später schloss Schippo nach ähnlichem Aufbau ab, verfehlte den Kasten aber um eineinhalb Meter.

Hoffenheim hatte das Spiel und den Gegner in der Anfangsphase im Griff und spielte sich immer wieder in die Nähe des Schalker Strafraums. Dort fehlte aber zunächst die Genauigkeit beim letzten Pass oder die Schussversuche wurden geblockt. Die Gelsenkirchener dagegen versuchten es mit langen Bällen auf Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, hatten ihre bis dato gefährlichste Szene aber nach einem Missverständnis zwischen Isaac Vorsah und Tobias Weis. Den vereinsamten Ball schnappte sich Julian Draxler, zog damit in den Sechzehner und schoss aufs kurze Eck. Tom Starke blieb lange stehen und faustete den Ball aus der Gefahrenzone (12.). Ein weiterer Fehler in der Hoffenheimer Hintermannschaft führte zur zweiten Gelegenheit der Gäste. Jannik Vestergaard rutschte beim versuchten Rückspiel auf Starke weg, heraus kam ein Kullerball, den Huntelaar über den herauseilenden Hoffe-Keeper lupfte – glücklicherweise aber auch übers Tor, so dass es beim 0:0 blieb.

Salihovic trifft vom Punkt

Eine halbe Stunde war gespielt, als erneut Salihovic nach schöner Kombination durchs Mittelfeld den Ball zu Schipplock durchsteckte. Der nahm den Ball herrlich mit, umspielte Unnerstall und wurde von diesem zu Fall gebracht. Elfmeter. „Sali“ legte sich den Ball auf den Punkt und verwandelte auch seinen fünften Elfmeter in der laufenden Saison, diesmal trocken ins linke untere Eck. 1:0 für Hoffenheim und damit die verdiente Führung für die Gastgeber. Jetzt war Stimmung in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, die sich direkt auf die Leistung der Kraichgauer auf dem Platz übertrug. Hoffenheim erhöhte das Tempo und kam durch Vukcevic (32.) und Weis (34.) zu weiteren, leider erfolglosen Chancen. Als Roberto Firmino in der 38. Minute an allen Verteidigern vorbei zog, konnte 04-Verteidiger Papadopoulos ihn nur mit riskanter Grätsche vom Ball trennen, die aber regelkonform war. Schalke war abgemeldet, kam aber in der ersten Halbzeit noch zu einer gefährlichen Situation. Holtby lupfte den Ball an die Fünfmeterlinie, wo zwei Schalker warteten. Starke brachte im letzten Moment seinen Körper dazwischen und Vestergaard klärte (42.). Unruhig wurde es erneut in der 45. Minute infolge eines Eckball der Schalker, aber Johnson drosch den Ball Richtung Mittellinie. Daraus entwickelte sich direkt die nächste Chance für Hoffe. Firminos Schuss aus 20 Metern flog einen Meter über die Latte.


Schalke erhöht den Druck

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten ließen die Kraichgauer mit der Führung im Rücken den Gegner kommen. Schalke bemühte sich um Spielaufbau, die erste Gelegenheit aber hatte Hoffenheim. Firmino spielte Weis den Ball in den Lauf, der passte von der rechten Außenbahn in die Mitte, doch Joel Matip klärte zur Ecke. Brenzlig wurde es in der 55. Minute. Raul flankte an den langen Pfosten und fand dort Farfan, der direkt abzog. Die Schalke-Fans hatten den Jubelschrei schon auf den Lippen, aber mit einem phänomenalen Reflex rettete Starke die Führung (57). Jetzt wieder die Hausherren. Firmino dribbelte vorbei am Gegner, passte in die Mitte und der Ball wurde zur Pingpong-Kugel zwischen Matip und Schipplock, ehe dieser ihn übers Tor bugsierte. Chancen gab es nun im Minutentakt zu bestaunen. Salihovic zog aus 30 Metern ab, Unnerstall klärte per Glanzparade (58.). Die anschließende Ecke landete bei Vestergaard, seinen Versuch klärte Raul auf der Linie. Der direkte Gegenzug endete bei Draxler, dessen Schuss per Grätsche von Weis geklärt wurde. In der 64. Minute entschied sich Schalke-Coach Huub Stevens zum ersten Wechsel. Holtby ging und für ihn kam der Ex-Hoffenheimer Chinedu Obasi, der sein erstes Auswärtsspiel in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena bestritt.

Huntelaar verwandelt

71 Minuten waren gespielt als auch Babbel das erste Mal tauschte. Schipplock durfte sich nach einer sehr guten und engagierten Partie ausruhen. Für ihn kam Peniel Mlapa ins Spiel. Die Anzahl der Fouls und Spielunterbrechungen häufte sich, wodurch der Spielfluss etwas verloren ging und sich keine der beiden Mannschaften Chancen herausspielte. Stevens setzte daraufhin voll auf Angriff und brachte mit Ciprian Marica den nächsten Stürmer. Für ihn ging Draxler. Eine Minute später und infolge einer Ecke knallte der Ball über Starke an die Latte, nachdem ein Kopfball von Obasi von Huntelaar verlängert wurde. Obasi stand auch bei der nächsten Szene im Mittelpunkt des Geschehens. Der Nigerianer nahm den Ball mit in den Strafraum, stand dort Beck gegenüber und legte sich auf den Boden. Schmidt wertete die Szene als Foul des Hoffenheimer Kapitäns und gab Elfmeter. Huntelaar verwandelte und erzielte damit sein 23. Tor in der laufenden Saison (80.). Mit dem Ausgleich im Rücken spielte Königsblau weiter nach vorne. Hoffenheim schien dem Druck der Schalker aber stand zu halten, ehe Williams Farfan bedrohlich in Nähe des Strafraums zu Fall brachte. Freistoßspezialist Christian Fuchs legte sich den Ball zurecht, nahm fünf Schritte Anlauf und knallte das Leder in Richtung TSG-Gehäuse. Starke tauchte jedoch ab und hielt zumindest einen Zähler für die Kraichgauer fest (89.)..

Daten & Fakten zum Spiel »

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