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U23
30.09.2012

U23: Robin Szarka trifft in der Nachspielzeit zum 1:1 gegen Alzenau

Irgendwann lag der Ball dann doch im Netz. Der Schiedsrichter pfiff gar nicht mehr an, nachdem Robin Szarka in der Nachspielzeit zum 1:1 (0:0) ausgeglichen und der Hoffenheimer U23 wenigstens einen Zähler gegen den FC Bayern Alzenau gerettet hatte.

Der Jubel hielt sich beim Spitzenreiter der Regionalliga Südwest allerdings in Grenzen. „Über diesen Punkt kann ich mich überhaupt nicht freuen“, schimpfte Trainer Frank Kramer. „Das hatte mit konstruktivem Offensivspiel nichts zu tun.“ Immerhin bewahrten die Hoffenheimer ihre weiße Weste und blieben auch im zehnten Spiel ungeschlagen.

Vor 450 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion war der Tabellenführer erwartungsgemäß das spielstärkere Team, Alzenau wehrte sich mit allen legalen Mitteln, bot mit Petrit Topić nur einen Offensivmann und dahinter zwei Riegel auf. „Was nützen mir gefühlt 95 Prozent Ballbesitz, wenn wir so ideenlos sind“, nörgelte Kramer, der mit ansehen musste, wie Michael Gregoritsch (17.) und Denis Thomalla (37.) beste Chancen ausließen, Vincenzo Grifos Distanzschuss aus 25 Metern nur knapp am Tor vorbeistrich (38.) und Andreas Ludwigs Treffer wegen Abseitsstellung nicht anerkannt wurde (43.). „Wir wussten, dass Alzenau tief stehen würde und haben das entsprechend trainiert“, so der Coach – doch im zweiten Durchgang wurde es nicht besser. Zwar blieb „Hoffe zwo“ drückend überlegen, schaffte es aber nicht, FCB-Keeper Patrick Emmel zu überwinden.

Aus dem Nichts ging der Drittletzte dann sogar in Führung. Robin Szarka war nach einem Zusammenprall mit Stefan Thesker im Strafraum liegen geblieben, David Lange nutzte die Gunst der Stunde und traf mit einem 20-Meter-Schlenzer aus der Drehung zum 0:1 (71.). Nun rannte der Kramer-Elf die Zeit davon, Pelle Jensen schied mit Verdacht auf Hüftprellung aus, Andreas Schön ersetzte Michael Gregoritsch, für den Kramer Thomalla in die Spitze beorderte. Doch die Hoffenheimer taten sich nach wie vor schwer. Denis Streker (78.) und Grifo mit einem abgefälschten Freistoß (81.) fanden ihren Meister in Emmer, der über sich hinauszuwachsen schien. Zwei Mal blieb die Pfeife des Unparteiischen bei strittigen Elfmetersituationen stumm, zumindest einmal, als Thomalla beim Schussversuch von den Beinen geholt wurde (66.), hätte sie beim Stand von 0:0 ertönen müssen.

Es drohte die erste Saisonniederlage. Szarka, nach dem Zusammenstoß nun mit Kopfverband, setzte sich schön auf der linken Seite durch und drosch die Kugel aus wenigen Metern über das Tor (84.). Kurz darauf machte er es besser, als ihm nach einer Hereingabe Marco Schäfers der Ball vor die Füße fiel und er aus drei Metern traf. Ein kurzer Jubel, doch dann überwog die Enttäuschung – auf beiden Seiten.

TSG 1899 Hoffenheim II – FC Bayern Alzenau 1:1 (0:0)

Hoffenheim: Paterok – Conrad (85. Wieser), Jensen (69. Schäfer), Thesker, Szarka – Herdling, Streker – Ludwig, Thomalla, Grifo – Gregoritsch (61. Schön).

Alzenau: Emmel – Steigerwald, Seitz, Berresheim, Maslanka – Kolb – di Maria, Ucar, Lahyani (88. Thiel), Lange – Topić (69. Amiri).

Tore: 0:1 Lange (71.), 1:1 Szarka (90.). Zuschauer: 450. Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau). Karten: Gelb für Topić, Seitz, Kolb, Amiri.

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