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U23
16.09.2012

U23 bringt nur einen Zähler aus Koblenz mit

Nach dem 1:1 (1:0) bei der TuS Koblenz eroberte sich die U23 zwar die kurzzeitig abgegebene Tabellenführung in der Regionalliga Südwest wieder zurück. Für Jubelstürme bei Trainer Frank Kramer sorgte der Auftritt der jungen Hoffenheimer im Stadion Oberwerth allerdings nicht.

„Das war kein sonderlich überragendes Spiel meiner Mannschaft“, knirschte Kramer auf der anschließenden Pressekonferenz und bemängelnde vor allem die mangelnde Kaltschnäuzigkeit im zweiten Abschnitt, als gleich mehrfach die Chance zum 2:0 ausgelassen wurde. „Da wollten wir immer noch einmal ein Häkchen schlagen, anstatt endlich mal den Punch zu setzen.“

Unter der Woche hatten sich die Koblenzer in der zweiten Rheinpokalrunde bis auf die Knochen blamiert. Wenige Tage nach der Entlassung von Trainer Michael Dämgen unterlag der ehemalige Zweitligist beim Bezirksligisten TuS Oberwinter mit 0:2. Entsprechend war das Team von Interimscoach Evangelos Nessos auf Wiedergutmachung aus, doch die Hoffenheimer nahmen zunächst das Heft in die Hand. Kramer beorderte Linksverteidiger Florian Ruck erstmals in dieser Saison in die Startelf, für ihn rückte Robin Szarka auf die rechte Seite. Michael Gregoritsch, der in der EM-Qualifikation für die österreichische U21-Nationalmannschaft gegen Schottland unterwegs war und beim 3:2 ein Tor erzielt hatte, kehrte in die Sturmspitze zurück.

Die Hoffenheimer taten sich im ersten Durchgang schwer, gefährlich in den Koblenzer Strafraum zu kommen. Denis Thomalla schoss die Kugel aus halbrechter Position über das Tor (15.), mehr gab es in der ersten halben Stunde auf beiden Seiten nicht zu verzeichnen. In der 31. Minute hatte Vincenzo Grifo die Führung auf dem Fuß, doch sein Querpass vor dem Tor wurde zunächst abgeblockt, im zweiten Versuch verzog er knapp. Die Platzherren standen tief und versuchten, vereinzelt Nadelstiche zu setzen, blieben aber ungefährlich. Und als sich alle auf eine torlose Pausenbesprechung eingestellt hatten, schlug plötzlich Andreas Ludwig zu. Grifo zog die Kugel von der Grundlinie in den Fünfmeterraum, wo Ludwig am schnellsten reagierte und sie über die Linie stocherte. Unruhe machte sich bei den 1.865 Zuschauern im Stadion Oberwerth breit, weil Michael Stahl nach einem Zweikampf mit Thomalla liegen geblieben war und Thomalla die Aktion anschließend über die linke Seite einleitete.

Nach dem Wiederanpfiff verschliefen die Kramer-Schützlinge zwar die Anfangssekunden, fingen sich dann aber schnell und wurden offensiv zwingender, doch Ludwig, Grifo und Thomalla ließen einige gute Gelegenheiten aus. Das 2:0 lag in der Luft, fiel aber nicht. Stattdessen wurden nun die Blau-Schwarzen mutiger. Nach Lukas Haubrichs Bogenlampe von der linken Seite köpfte Dimitrios Ferfelis gegen die Laufrichtung von 1899-Keeper Jens Grahl zum 1:1 ein (71.), und in der Folge witterten die Hausherren Morgenluft. Grahl musste in der Schlussphase zwei Mal entscheidend eingreifen, Thomallas Schussversuch in der Nachspielzeit nach Vorarbeit Jeremy Toljans wurde abgeblockt – Ende.

„Die TuS hat sich am Schluss noch einmal in die Partie reingebissen“, erkannte Kramer an. „Wir sind mit unseren Möglichkeiten zu fahrlässig umgegangen und müssen uns jetzt mit diesem 1:1 zufrieden geben.“ Wirklich zufrieden wirkte der Trainer aber nicht. Und am kommenden Wochenende kommt der Tabellenzweite Hessen Kassel zum Spitzenspiel ins Dietmar-Hopp-Stadion. Eine gelungene Generalprobe war der Auftritt in Koblenz nicht.

TuS Koblenz – TSG 1899 Hoffenheim II 1:1 (0:1)

Koblenz: Paucken – Bartsch, Nonnenmann, Haben, Gentner – Bouallal, Stahl, Džaka, Haubrich (75. Lahn) – Assauer (33. Ferfelis), Klasen (68. Nakai).

Hoffenheim: Grahl – Szarka, Conrad, Jensen, Ruck – Herdling, Streker (78. Toljan) – Ludwig, Thomalla, Grifo (87. Recktenwald) – Gregoritsch (78. Chabbi).

Tore: 0:1 Ludwig (45.), 1:1 Ferfelis (71.). Zuschauer: 1.865. Schiedsrichter: Patrik Meisberger (Schmelz).

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