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04.04.2012

Minimalchance nutzen

Eine ganze Region bangt um den 1. FC Kaiserslautern. Unaufhaltsam rutscht der Traditionsklub aus der Pfalz in Richtung 2. Bundesliga. Es wäre nach 1996 und 2006 der dritte Abstieg der „Roten Teufel“ aus Deutschlands Eliteliga.

Liga Zwei vor Augen zog Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz vor zwei Wochen die Reißleine und ersetzte den langjährigen Coach Marco Kurz durch den Bulgaren Krassimir Balakov, der früher als Teil des „Magischen Dreiecks“ gemeinsam mit Fredi Bobic und Giovane Elber beim VfB Stuttgart für Furore sorgte. Als Trainer ist Balakov ein unbeschriebenes Blatt. Nach ersten Engagements bei den Grasshoppers Zürich und dem FC St. Gallen wechselte er im Januar 2009 zum bulgarischen Erstligisten FC Tschernomorez Burgas. Nach einem halben Jahr ohne Verein heuerte er im Sommer 2011 beim kroatischen Klub Hajduk Split an, ehe er am 22. März dieses Jahres auf die Bank der „Roten Teufel“ wechselte und seinen Vertrag bei Hajduk Split auflöste. Die Tätigkeiten des 92-fachen bulgarischen Nationalspielers waren stets von kurzer Dauer.

Mit Balakov auch in Liga zwei

Dies soll sich beim FCK ändern. Auch im Abstiegsfall soll Balakov bleiben und ein schlagkräftiges Team formen, um den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen. Ein Selbstläufer dürfte dies aber nicht werden. Schon in dieser Saison haben die Pfälzer mit nur 14 Millionen Euro den zweitgeringsten Etat in der Bundesliga nach dem SC Freiburg. Im Falle eines Neuanfangs würde dieser sicherlich noch weiter schrumpfen. Eine Wiederholung des Märchens von 1998, als der FCK als erster und einziger Aufsteiger der Bundesliga-Geschichte Deutscher Meister wurde, wird es wohl nicht geben. Schon beim letzten Abstieg benötigten die Pfälzer vier Jahre, um auf die große Fußballbühne zurückzukehren.

Endspiel gegen Hoffenheim

In der Realität hat Kaiserslautern aber nach wie vor die Chance auf Liga Eins. Acht Punkte beträgt der Rückstand auf den 1. FC Köln, der derzeit den Relegationsplatz belegt. Sechs Partien stehen noch aus, die Hälfte davon auf dem heimischen Betzenberg. Zudem gastiert man noch beim direkten Konkurrenten aus Berlin. Viel Zeit bleibt nicht mehr, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen und so erklärt Cheftrainer Balakov das Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim zum Endspiel um den Ligaverbleib. „Das nächste Spiel zu Hause gegen Hoffenheim ist nun ein Finale. Wenn wir gewinnen, haben wir noch eine Chance. Wir werden nicht aufgeben.“

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