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14.02.2012

Mainz 05 – Tendenz steigend

Es ist die 15. Minute im Spiel bei Schalke 04. Mohamed Zidan läuft am langen Pfosten ein und schiebt den Ball über die Linie. Eine Woche später in der Coface Arena in Mainz in der siebten Minute: Zidan mit einer kurzen Ballannahme im Strafraum, Abschluss, Tor. Der Rückkehrer hat voll eingeschlagen und auch sonst ist passend zur Karnevalszeit ein spielerischer Aufwärtstrend beim FSV Mainz 05 unverkennbar.

Und das nicht zuletzt wegen des Neuzugangs Zidan. Mit den beiden Toren in seinen ersten beiden Spielen im Trikot der 05er, hat sich die Wiederverpflichtung des 30-Jährigen schon gelohnt. Die Mainzer verweilen noch immer in der Nähe der Abstiegsplätze, es geht aber aufwärts.

Was Zidan ausmacht, hat sein neuer Trainer Thomas Tuchel sofort erkannt: „Er hat jeweils seine erste Chance gleich verwandelt. Auch für diese Kaltschnäuzigkeit wollten wir ihn“, freut sich Tuchel. Frühe Tore sind so etwas wie das Markenzeichen der Mainzer in den vergangenen Spielen. Gegen den SC Freiburg lieferte die Tuchel-Elf einen perfekten Blitzstart hin. Nach 17 Minuten stand es bereits 3:0, auch auf Schalke und gegen Hannover führten die Rheinländer nach 15 bzw. sieben Minuten. Drei Punkte sicherte sich Mainz allerdings nur gegen Freiburg, in den beiden Spielen danach musste es noch den Ausgleich hinnehmen. Zidans Einstand im rot-weißen Trikot wurde deshalb trotz zweier Tore getrübt: „Ich bin mehr enttäuscht, als zufrieden. Wir spielen um Punkte, nicht darum, wer die Tore schießt. Schade, dass wir den Sieg noch aus der Hand gegeben haben.“

Tuchel, den man als sehr emotionalen Trainer an der Seitenlinie kennt, hat die Gründe für die letzten Ergebnisse erkannt: „Wir hatten Probleme, kompakt zu stehen und es eng zu halten. Der Abstand zwischen den Linien war zu groß. Wir waren deutlich zu offen.“ Im Vergleich zur vergangenen Saison hat Mainz bis zum 21. Spieltag sieben Gegentore mehr kassiert. Mit Zdenek Pospech fällt in der Defensive nun Mainz` konstanter Außenverteidiger aus. Gegen Hannover zog sich der Tscheche einen Innenbandriss im Knie zu. Doch auch in der Offensive läuft es im Vergleich zur formidablen Spielzeit 2010/11 nicht so rund. Mit Lewis Holtby und André Schürrle haben zwei wichtige Offensivkräfte den Verein verlassen, Adam Szalai war lange Zeit verletzt. Bester Torschütze ist Maxim Choupo-Moting mit sechs Treffern, danach kommt schon Mittelfeldspieler Andreas Ivanschitz (fünf Tore). Der Österreicher sollte nach seiner Verletzungspause gegen Hoffenheim in den Kader zurück kehren.

Die Rückschritte in den Mannschaftsteilen sind erkennbar, aber Sorgen muss sich in Mainz niemand machen. Auf den Relegationsplatz haben die 05er mittlerweile fünf Zähler Vorsprung, die letzten Spiele und Ergebnisse lassen eine Tendenz nach oben erkennen. Wohin die Reise in dieser Saison noch gehen soll, ist offen. Radoslav Zabavnik, dem in dieser Spielzeit fast nur die Zuschauerrolle blieb, aber als einer der Gewinner der Vorbereitung gilt, traut der Mannschaft noch einiges zu: „Platz acht oder neun – und je früher wir dort stehen, desto besser ist es.“ Einen weiteren Schritt in diese Richtung wollen die Mainzer schon am Freitag bei 1899 Hoffenheim machen. Die Bilanz des FSV in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena ist äußerst positiv. Beide Spiele in der Bundesliga entschied die Tuchel-Elf für sich. Das letzte Aufeinandertreffen endete aus Sicht der Mainzer aber äußerst unglücklich. In Mainz und der neuen Coface Arena sicherte sich Hoffenheim einen 4:0-Erfolg.

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