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16.03.2012

Hoffenheim unterliegt im Derby

Die gute Leistung in der zweiten Halbzeit hat nicht gereicht. Zum Auftakt des 26. Spieltags verliert 1899 Hoffenheim sein Heimspiel gegen den VfB Stuttgart mit 1:2 (0:2). Nach einem 0:2-Rückstand zur Pause kämpfte sich 1899 zurück in die Partie, konnte die beiden Treffer von Vedad Ibisevic aber nicht mehr ausgleichen.

Im Vergleich zur Partie in München stellte Trainer Markus Babbel sein Team auf drei Positionen um. Nach seiner Gelbsperre rückte Andreas Beck wieder in die Startelf. Auch Fabian Johnson und Peniel Mlapa durften von Beginn an ran. Tobias Weis, Edson Braafheid und Isaac Vorsah, die bei den Bayern in der Anfangself standen, nahmen auf der Bank Platz. Auch auf der Ersatzbank saß zunächst Sejad Salihovic, der später eingewechselt wurde und eine gute Leistung zeigte.

In der ausverkauften WIRSOL Rhein-Neckar-Arena lieferten sich nicht nur die Fangruppen von Beginn an einen Kampf. Auch auf dem Platz zeigten die beiden Mannschaften eine flotte Partie. Hoffenheim suchte die Lücke in der VfB –Abwehr immer wieder mit steilen Pässen auf Mlapa. In der dritten Minute erreichte Mlapa einen dieser Pässe, wurde im letzten Moment aber noch abgedrängt. Die Gastgeber präsentierten sich gegen die Stuttgarter, in deren Reihen der langjährige Hoffenheimer Vedad Ibisevic in der Spitze auflief, deutlich verbessert, mussten in der achten Minute aber den frühen Rückstand hinnehmen. Martin Harnik bediente Ibisevic am 16er. Der Bosnier ließ Tom Starke keine Chance und schloss zur 1:0-Führung für die Gäste ab.

Der Führungstreffer beruhigte das Spiel der Stuttgarter, die nach einer guten viertel Stunde mit einem scharfen Querpass gefährlich vors Tor kamen – ohne Erfolg. Hoffenheim suchte nach Räumen in der Hälfte des Gegners, der VfB vernachlässigte seine Defensive aber nicht und ließ kaum etwas zu. 1899 ließ die Gegenspieler im eigenen Strafraum immer mal wieder sträflich alleine – so wie bei einem Eckball, nach dem Khalid Boulahrouz aus fünf Metern frei zum Kopfball kam. Starke brachte gerade noch die Hand an den Ball und rettete vor einem weiteren Gegentor (20.). Im direkten Gegenzug gab es die erste Ecke für die Hausherren, auch die sollte gefährlich werden. Von Sebastian Rudy flach in den 16er getreten, zog Ryan Babel volley ab und verfehlte den Kasten nur um Zentimeter. Es folgten eine kurze Drangphase der Hoffenheimer, die ohne nennenswerte Torchance blieb und die nächste Möglichkeit für Ibisevic. Mit einem beherzten Antritt ließ er Johnson stehen und zog dann ab. Sein Schuss flog aber am Tor vorbei. Das Spiel plätscherte eine Weile vor sich hin, mit spielerischen Vorteilen für 1899, bis Babel in der 39. Minute eine Chance zum Ausgleich hatte. Nach einer Beck-Flanke von der rechten Seite war der Niederländer mit dem Kopf zur Stelle, konnte das Leder aber nicht richtig drücken. Nur zwei Minuten später legte Kuzmanovic seinen Gegenspieler Rudy von hinten um – Freistoß für Hoffenheim. Der Gefoulte trat das Leder gefühlvoll in den Strafraum, fand dort aber keinen Abnehmer für seine Hereingabe. Auf der anderen Seite passte die Kombination Boulahrouz und Ibisevic besser. Eine scharfe Flanke von der rechten Seite verwertete Stuttgarts Nummer 9 mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 für die Gäste (43.).

Starker Auftritt in Hälfte zwei

Zur zweiten Halbzeit reagierte Babbel und brachte Salihovic für Rudy. Den ersten Torschuss gaben aber erneut die Gäste ab. Kuzmanovic hatte nach einer Ecke auf der Höhe des 16ers viel Platz zum Schießen, setzte den Schuss aber zu hoch an. Auf der Gegenseite kam Babel am langen Pfosten an den Ball. Der Winkel war für den Niederländer aber zu spitz, das Leder flog weit übers Tor. Die Blauen hatten sich keineswegs aufgegeben, Salihovic brachte Schwung ins Spiel, trieb seine Teamkollegen an und Mlapa hatte eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer. Im Laufduell war er schneller als sein Gegenspieler, scheiterte aber an VfB-Keeper Sven Ulreich (55.). Immer wieder wurde der 21-Jährige in der Spitze gesucht, hatte noch zwei kleinere Einschussmöglichkeiten, bevor Stuttgart wieder gefährlich vors Tor kam. Julian Schieber war bereits an Beck vorbei, wurde von Compper ein wenig aus dem Gleichgewicht gebracht, kam aber dennoch zum Abschluss, dessen erfolgreiches Ende Starke zum Glück verhinderte (59.). Die Gäste standen tief und verteidigten. Hoffenheim spielte zielstrebig nach vorne, aber Babel vergaß den Torschuss nachdem er an drei Stuttgartern vorbeispaziert war. Vukcevic vollendete die Aktion, Ulreich musste dabei nicht eingreifen. Chancen waren weiterhin da, mal bessere, mal schlechtere. Die größte von allen verwandelte Salihovic in der 74. Minute per Elfmeter zum 1:2. Johnson war im Strafraum von Maza zu Fall gebracht worden, Schiedsrichter Günter Perl zeigte sofort auf den Punkt und Sali ließ Ulreich im Kasten der Stuttgarter keine Abwehrchance.

Die Hausherren spürten, dass mehr drin war und spielten weiter offensiv nach vorne. Eine flache Hereingabe von Johnson verpasste der eingewechselte Sven Schipplock in der 80. Minute nur knapp. Kurz darauf die nächste Möglichkeit: Geburtstagskind Vukcevic zog aus 13 Metern flach ab, Ulreich ließ den Ball nach vorne abklatschen, wo Salihovic lauerte, aber im Abseits stand. Vier Minuten vor dem Ende belohnte sich Salihovic fast zum wiederholten Mal für seine starke Leistung. In einen Pass von Mlapa rutschte der Bosnier hinein und verfehlte das Tor nur knapp. Es war die letzte Chance für Hoffenheim in einer Partie, nach der die Hausherren aufgrund der zweiten 45 Minuten einen Punkt verdient gehabt hätten.

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