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05.04.2012

FCK-Kapitän Tiffert: "Müssen Ergebnisse liefern"

Der FCK steht vor der Partie gegen 1899 Hoffenheim mit dem Rücken zur Wand. Nur ein Sieg würde den Pfälzern im Abstiegskampf weiterhelfen. Im Interview mit achtzehn99.de erklärt Kapitän Christian Tiffert die Partie am Samstag daher auch zum Endspiel um den Klassenerhalt.

Herr Tiffert, acht Punkte Rückstand auf Platz 16 bei noch sechs ausstehenden Spielen. Zuletzt gab es gegen den Hamburger SV, einem direkten Konkurrenten, eine 0:1-Heimniederlage. Wie groß ist noch die Hoffnung auf den Klassenverbleib?

Wir haben gegen den HSV einiges nach vorne versucht, aber zu viele Situationen waren unglücklich. Als Sportler muss man auch mal solche Phasen durchleben und wieder aufstehen. Wir stemmen uns aber weiter dagegen, auch wenn es in der aktuellen Situation natürlich ganz schwer wird.

Mit der Verpflichtung von Krassimir Balakov hatte man sich neue Impulse im Abstiegskampf erhofft. Hätten Sie persönlich gerne mit Marco Kurz weiter gearbeitet oder können Sie die Entscheidung der Vereinsverantwortlichen um Stefan Kuntz nachvollziehen?

Wir haben jetzt seit Oktober kein Spiel mehr gewonnen. Ich habe schon einige Trainerentlassungen hinter mir. In einer solchen Situation muss sich jeder einzelne hinterfragen, da eine Trainerentlassung meistens das letzte Mittel ist. Alle anderen Bemühungen zuvor hatten nicht den nötigen Effekt oder wir als Mannschaft konnten den Effekt nicht richtig umsetzen. Marco Kurz hat zu 110 Prozent für den Verein gelebt und sicher werde ich, wenn etwas Zeit vergangen ist, auch den Kontakt zu ihm suchen.

Fehlender Kampfgeist und Einsatzwillen konnte man dem Team schon unter Marco Kurz nicht absprechen. Woran machen Sie insgesamt die sportliche Situation fest?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Wir mussten einige Abgänge in Kauf nehmen und viele Neuzugänge integrieren und konnten als Mannschaft nicht an die Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen. An der einen oder anderen Stelle hat uns dann leider auch die Überzeugung und Entschlossenheit gefehlt. Wenn man keine Tore schießt, kann man auch keine Spiele gewinnen. Dann sinkt auch das Selbstvertrauen, wenn man keine Siege einfährt.

Sie sind Kapitän dieser Mannschaft, verfügen über viel Erfahrung. Welchen Einfluss können Sie als „Leader“ noch nehmen, um das Ruder doch noch rumzureißen?

Die aktuelle Situation geht mir natürlich nah. Ich fühle mich hier sehr wohl und wenn ich jetzt den Kopf hängen lasse, dann werden das auch die anderen tun. Ich denke, man muss der ganzen Sache offensiv begegnen und sich den Fragen stellen. Dennoch hilft es jetzt nicht mehr, wenn wir viel reden, wir müssen einfach Ergebnisse liefern.

Am Samstag gastiert die TSG 1899 Hoffenheim im Fritz-Walter-Stadion. Kommt dieser Partie bereits Endspielcharakter zu?

Natürlich. Aber wir hatten zuletzt so viele Endspiele. Nach einer erneuten Niederlage hätten wir nur noch rein theoretische Chancen auf den Klassenerhalt – wir müssen das Spiel gegen Hoffenheim unbedingt gewinnen.

Wie ist es um ihre Zukunft bestellt? Würden Sie auch im Falle eines Abstiegs weiter das Trikot der „Roten Teufel“ tragen? Sie gelten ja als Identifikationsfigur bei den FCK-Anhängern.

Im Fokus steht die unheimlich wichtige Partie gegen Hoffenheim am Samstag, alles andere wird bei mir derzeit hinten angestellt.

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