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29.10.2011

Unglückliche 1:3-Niederlage auf Schalke

1899 Hoffenheim hat sein Auswärtsspiel gegen den FC Schalke 04 mit 1:3 verloren. Vor 60.384 Zuschauern in der Veltins-Arena reichten drei unglückliche Minuten aus, um ein bis dato ausgeglichenes Spiel zu verlieren.

Trainer Holger Stanislawski setzte in Gelsenkirchen auf eine offensive Aufstellung und stellte mit Daniel Williams nur einen defensiven Mittelfeldspieler auf. Davor sollten Gylfi Sigurdsson, Roberto Firmino, Chinedu Obasi, Ryan Babel und Vedad Ibisevic Druck auf das Schalker Tor ausüben. In den Hoffenheimer Kasten kehrteTom Starke nach überstandener Gehirnerschütterung zurück. Die Mannschaft lief in Orange auf – wie schon beim letzten Auswärtssieg auf Schalke.

Handtor von Raul bringt S04 Pausenführung

Die Anfangsphase war von vielen Spielunterbrechungen geprägt. In der achten Minute führte die erste gelungene Kombination der Kraichgauer zum Torschuss durch Obasi, der allerdings knapp vorbei rauschte. Auch Sigurdsson versuchte es erfolglos aus der Distanz (15.). Die Schalker erspielten sich drei Minuten später ihre bis dato beste Chance. Julian Draxler setzte sich halblinks durch und zielte aufs flache Eck. Der Ball touchierte den Außenpfosten. Das Spiel nahm nun etwas an Fahrt auf. Babel beschäftigte drei Schalker und spielte den Ball durch die Schnittstelle auf Ibisevic, dessen Schuss allerdings vom Schalker Christian Fuchs geblockt wurde. Kurz darauf kam Obasi zum Abschluss, konnte die schöne Vorarbeit von Edson Braafheid aber nicht verwerten. Gerade wirkte es, als ob Hoffe das Spiel kontrollieren konnte, als Draxler sich auf der linken Außenbahn durchsetzte und in die Mitte auf Raul flankte. Der Spanier erwischte den Ball mit dem Fuß, von wo er ihm an die Hand und schließlich ins Tor prallte. Die Proteste der Hoffenheimer Spieler nützten nichts und Schiedsrichter Tobias Welz erkannte auf Tor. Unglücklicher Rückstand für 1899 nach einer knappen halben Stunde in einem eher kampfbetonten Spiel. Kapitän Beck sah in der 43. Minute nach taktischem Foul an Draxler die erste gelbe Karte der Partie. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte mussten die Hoffenheimer den 0:1-Rückstand mit in die Kabine nehmen.

Vater Ibisevic trifft zum Ausgleich

Stani schickte seine Elf unverändert zurück auf den Platz. Dort zeigte sie mit Anpfiff, dass sie sich mit dem Ergebnis nicht zufrieden gab. Nach zwei Minuten erspielte sich Hoffe eine erste gute Gelegenheite durch das Duo Babel/Firmino, der dessen scharfen Pass allerdings nicht kontrollieren konnte. Schalke blieb ebenfalls gefährlich. Isaac Vorsah klärte in letzter Sekunde vor Jefferson Farfan. Das Spiel blieb körperlich hart. Kyriakos Papadopoulos musste nach einem Zusammenstoß behandelt werden. Kurz darauf rauschten Ibisevic und Schalke-Keeper Lars Unnerstall schmerzhaft aneinander. Nach knapp zehn Minuten in der zweiten Hälfte fand Hoffe immer besser ins Spiel. Sowohl Babel als auch Ibisevic und Firmino kamen zu ungenutzten Gelegenheiten. Bis in die 64. Minute. Vedad Ibisevic, der am gestrigen Tag erstmals Vater geworden war, erzielte nach schönem Zuspiel den verdienten Ausgleich – bereits der zweite Treffer im zweiten Spiel für den frischgebackenen Familiengründer.

Huntelaar mit Doppelpack

Schalke drehte merklich auf und kam durch Raul zur nächsten Chance, die Starke per Parade vereitelte. Auf der anderen Seite erhielt Jermaine Jones nach Foul an Babel die gelbe Karte (69.). Die erneute Führung für die Gastgeber fiel in der 73. Minute. Nach einem Zweikampf zwischen Compper und Klaas-Jan Huntelaar entschied Schiri Welz auf einen Elfmeter. Der Gefoulte verwandelte mit viel Glück, da Schlussmann Starke noch mit dem Fuß am Ball war. Hoffe hatte nicht viel Gelegenheit, sich über den strittigen Strafstoß zu ärgern. Keine drei Minuten später war Draxler erneut durch. Seinen Schuss konnte Starke noch abfangen, beim zweiten Versuch durch Huntelaar war er machtlos. 3:1 für Schalke. Das Trainerteam entschied sich nun für den ersten Wechsel und brachte Fabian Johnson für Sigurdsson (78.). Auf der anderen Seite ersetzte Jan Moravek Farfan. Der hohe kämpferische Einsatz, den beide Teams investiert hatten, zollte nun seinen Tribut und das Spiel wurde langsamer. Fünf Minuten vor Schluss brachte Stani Sven Schipplock für Firmino. Auch für Senior Raul war der Arbeitstag beendet. Der Torschütze zum 1:0 für Schalke verließ den Platz unter tosendem Beifall, für ihn durfte Teemu Pukki nochmal ran.

Starke verhindert höhere Niederlage

Die Schlussphase gehörte den Schalkern. Hoffenheim konnte sich in dieser Phase bei ihrem Keeper bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausfiel. Sowohl Jones aus der Distanz und Pukki im Eins-gegen-Eins scheiterten an Starke. So blieb es nach 90 plus 2 Minuten beim unglücklichen, aber nicht unverdienten Sieg der Schalker. Während die bereits unter der Woche gegen den AEK Larnaka antreten dürfen, hat 1899 nächste Woche im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern die Chance auf Punkte.

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