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15.12.2011

Stani vor dem Hertha-Spiel: „Die Tendenz zeigt nach oben“

Es ist das letzte Bundesliga-Spiel des Jahres, die letzte Chance auf Punkte und für 1899 Hoffenheim die Gelegenheit, die Hinrunde zufriedenstellend abzuschließen. Ein Sieg würde 24 Zähler auf der Habenseite bedeuten und eine Platzierung in der oberen Tabellenhälfte sicherstellen. „Wir wissen um unsere Möglichkeiten“, bestätigt Trainer Holger Stanislawski. Eine Bilanz der Hinrunde möchte er daher erst nach dem 17. Spieltag ziehen.

Verzichten muss Stani im letzten Punktspiel vor der Winterpause auf die Langzeitverletzten Matthias Jaissle und Andreas Ibertsberger sowie auf Marvin Compper, der neben seiner Sperre noch mit einer Verletzung zu kämpfen hat und Chinedu Obasi, den eine Bänderverletzung zum Zuschauen zwingt. Wieder an Bord befinden sich Knowledge Musona und Gylfi Sigurdsson, die beide aufgrund von kurzfristigen körperlichen Beschwerden im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg nicht zur Verfügung standen. Ein Fragezeichen bleibt hinter Edson Braafheid. Nach einem Trauerfall in der Familie war der Linksverteidiger am vergangenen Wochenende aus Nürnberg abgereist. Ob er gegen Hertha wieder zur Verfügung steht, soll ein Gespräch am morgigen Freitag klären.

Auf die eigenen Stärken vertrauen

„An die Leistung gegen Nürnberg wollen wir anknüpfen,“ reüssiert Stanislawski und beweist, dass die Stärke der Berliner kein Geheimnis im Kraichgau ist. Auf die Konterstärke der Hauptstädter, die auswärts mehr Punkte als zuhause geholt haben, angesprochen, sagt Stani: „Davor sind wir gewarnt. Bei Ballverlust müssen wir gut stehen, damit wir nicht ins offene Messer laufen.“ Doch auch wenn die Berliner dank Raffael, Ramos, Lasogga und Ebert mit einer starken Offensive anreisen – zu sehr am Gegner will sich Stani auch wieder nicht orientieren. „Wir wollen nicht zu sehr auf Gegner schauen, sondern ihnen unser Spiel aufdrücken und sie zu Fehlern zwingen.“

Weis tritt auf alten Bekannten

Eine entscheidende Bedeutung kommt dabei dem eigenen aggressiven Pressing zu – die Spezialität von Tobias Weis, der, wie sein Trainer berichtet, „einen wahnsinnigen Willen und eine Aggressivität auf den Platz bringt, die von der eigenen Mannschaft und dem Gegner wahrgenommen wird.“ Tobse selbst ist vor allem froh, dass er nach fünf Operationen in den vergangenen 15 Monaten wieder beschwerdefrei mittrainieren kann und beschreibt, was er in dieser schwierigen Zeit gelernt hat: „Früher bin ich manchmal zu schnell wieder ins Training eingestiegen und habe nicht genug auf die Signale meines Körpers gehört. Jetzt weiß ich, dass es manchmal besser ist, auch einen Gang zurück zu schalten.“ Beim Spiel gegen Berlin trifft Weis außerdem auf einen alten Bekannten: Markus Babbel, Aufstiegstrainer der „alten Dame“. Die Beiden kennen sich noch aus der gemeinsamen Zeit beim VfB Stuttgart. „Daraus ist eine persönliche Beziehung entstanden, die über das Berufliche hinausgeht“, beschreibt der Hoffenheimer Mittelfeldspieler sein Verhältnis zu Babbel. Von wo aus Weis seinen alten Bekannten begrüßen darf – ob von der Bank oder vom Feld – ließ Trainer Stanislawski in gewohnt lässiger Manier offen: „Ich bin ja immer für was Lustiges zu haben. Also harren wir der Dinge, die da kommen mögen“, orakelte der Coach, als die Frage nach der Startaufstellung aufkam.

Mit drei Punkten in den Winterurlaub

Eines steht aber fest. Den Aufwärtstrend, der sich im Sieg gegen Nürnberg niederschlug, will Stani auch mit in den Winterurlaub nehmen. Den verbringt Tobias Weis übrigens zuhause im Kreis der Familie. „Noch etwas, dass ich gelernt habe“, gesteht er und ergänzt: „Die Reisestrapazen sind für so einen kurzen Zeitraum einfach zu viel. Da verbringe ich die freien Tage lieber mit der Familie und feiere gemütlich Weihnachten.“ Unterm Baum liegen dann hoffentlich drei weitere Punkte aus dem Hertha-Spiel.

Daten und Fakten

Hoffenheim und Hertha BSC treffen zum fünften Mal in einem Pflichtspiel aufeinander (alle in der Bundesliga) – die Partie fand immer einen Sieger. 2008/09 blieben die Berliner in beiden Spielen siegreich – im Heimspiel erzielte Voronin den Siegtreffer, im Kraichgau traf Patrick Ebert zum 1:0-Endstand. 2009/10 gingen beide Partien an die TSG. Im Heimspiel erzielte Ibisevic einen lupenreinen Hattrick. Lucrien Favre, damals Trainer der Hertha, musste nach dieser Packung seinen Hut nehmen.

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