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U23
18.10.2009

3:1 gegen Villingen – U23 bleibt dran

Die U23 bleibt dem Oberliga-Spitzenreiter VfL Kirchheim/Teck auf den Fersen. Durch einen verdienten 3:1 (3:1)-Erfolg gegen den FC 08 Villingen am Sonntagnachmittag behauptete das Team von Trainer Markus Gisdol mit einem Punkt Rückstand den zweiten Platz. Am Samstag kommt es somit an der Jesinger Allee in Kirchheim zum Duell Erster gegen Zweiter. „Wir haben heute gegen eine starke Villinger Mannschaft drei Punkte eingefahren“, freute sich Gisdol.

Obwohl gegenüber dem 2:1-Auswärtssieg bei der TSG Balingen auf vier Positionen verändert, fanden die Hoffenheimer zügig ins Spiel und verzeichneten nach drei Minuten die erste nennenswerte Aktion, als Andreas Ludwig von der Strafraumgrenze abzog und sein Schuss nur knapp übers Tor flog. Die Villinger spielten eher zurückhaltend nach vorne, hatten allerdings den Torschrei auf den Lippen, als Tobias Weißhaar aus kurzer Distanz den Ball nicht richtig traf (5.). In der Folge nahm die Gisdol-Truppe das Heft in die Hand und setzte den Tabellenelften stark unter Druck. Nach einem Foul an Adam Jabiri schlenzte Kapitän Kai Herdling den folgenden Freistoß aus knapp 20 Metern über die Mauer ins rechte Toreck - 1:0 (11.). Die Hoffenheimer hatten die Partie jetzt klar im Griff und erhöhten zehn Minuten später auf 2:0. Ein Eckball, den Herdling herausgeholt hatte, landete im Fünfmeterraum und nach einem Gestochere, bei dem erst Robin Neupert und anschließend Alexander Rosen nicht an die Kugel kamen, war es Marco Terrazzino, der schließlich goldrichtig stand und den Ball über die Linie drückte.
Vor den Augen von 1899-Chefcoach Ralf Rangnick blieb die U23 am Drücker und schnürte den FCV in der eigenen Hälfte ein. Pech hatte Adam Jabiri, dass ihm nach schöner Vorarbeit Dominik Kaisers einschussbereit der Ball in letzter Sekunde weggespitzelt wurde (33.).

In der 39. Minute feierte der A-Jugendliche Robin Neupert seine Torpremiere, als er eine maßgeschneiderte Flanke des Finnen Jukka Raitala zum 3:0 einköpfte. Die drei Zähler schienen zu diesem Zeitpunkt bereits unter Dach und Fach, doch kurz vor der Halbzeitpause luden die Hoffenheimer ihre Gäste zum Anschlusstreffer ein: Erst spielten sie einen Rückpass dem Gegner in die Füße, und nach einem zu zaghaften Klärungsversuch durfte Florian Rudy von der Grundlinie seelenruhig auf Alexander German flanken, der ungestört zum 3:1 einköpfte (45.).


Nach der Pause kamen die Villinger etwas aggressiver aus der Kabine und zeigten, dass sie durchaus noch an ihre Chance glaubten. Nach 53 Minuten war die Partie für den angeschlagenen Kevin Conrad beendet, für ihn gab Philipp Klingmann nach langer Verletzungspause sein Saisondebüt. Eine Schrecksekunde hatte Gisdol nach einer knappen Stunde zu überstehen, als erneut ein Kopfball hinter Keeper Jens Grahl einschlug, doch der Schiedsrichter-Assistent hatte sofort die Fahne oben - abseits. Im Gegenzug verstolperte Ludwig, von Raitala wunderbar in Szene gesetzt, nachdem er zuvor noch einen Villinger Abwehrspieler ausgetanzt hatte. Ein Pass zum freistehenden Herdling wäre die bessere Option gewesen und hätte die Begegnung vorzeitig entschieden (63.). Die Villinger investierten nun deutlich mehr in ihr Offensivspiel und hielten vor 300 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion die Spannung hoch. In der 69. Minute hatten sie jedoch Glück, dass Jabiri ein Herdling-Zuspiel aus fünf Metern an die Latte setzte.


Villingens Trainer Reiner Scheu, der gerade mal drei gesunde Feldspieler auf der Bank hatte, wartete bis zur 77. Minute, bis er erstmals wechselte. Für Abwehrspieler Tino-Amando Jäger kam der etatmäßige Angreifer Paul M'Bela. Doch die erhoffte Wirkung blieb aus, weil seiner Truppe in der Schlussphase auch etwas die Luft ausging, so dass FCV-Schlussmann Daniel Miletić noch ausreichend Gelegenheit hatte, sich gegen Herdling, Klingmann und Ludwig auszuzeichnen. Trotz deutlicher Leistungssteigerung der Gäste im zweiten Abschnitt ging der sechste Hoffenheimer Heimsieg im sechsten Heimspiel völlig in Ordnung.


„Wir haben über das gesamte Spiel dominiert, es aber nach dem 3:0 etwas zu gemütlich angehen lassen und uns auf dem Sofa ausgeruht", bilanzierte Gisdol. „Andererseits hat uns der Gegentreffer zum 3:1 auch gut getan, denn so haben wir die Aufmerksamkeit in der zweiten Halbzeit hoch gehalten."


1899 Hoffenheim - FC 08 Villingen 3:1 (3:1)
Hoffenheim: Grahl - Raitala, Herdling, Jabiri (75. Kamavuaka), Kaiser, Nyenty, Conrad (53. Klingmann), Neupert, Terrazzino (69. Neumann), Ludwig, Rosen.
Villingen: Miletić - Jäger (77. M'Bela), Bea, D'Incau, Marić, Scheu, Weißhaar, Rudy, Ketterer, German, Jeske.
Tore: 1:0 Herdling (11.), 2:0 Terrazzino (21.), 3:0 Neupert (39.), 3:1 German (45.). Zuschauer: 300. Schiedsrichter: Tobias Schmitz (Edingen). Karten: Gelb für Herdling, Kamavuaka / Jäger.

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