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02.06.2021

Maxi Rall: „TSG-Express soll nochmal rollen“

Für Maximiliane Rall läuft die letzte Trainingswoche im Kraichgau, in der kommenden Saison wird die 27-Jährige für den FC Bayern München auflaufen. Im Interview erzählt sie, was sie an der TSG besonders vermissen wird und warum ihr Team den dritten Tabellenplatz am Sonntag beim MSV Duisburg (14 Uhr, live auf DFB-TV) nicht mehr aus der Hand geben wird.

Hallo Maxi, die letzte Trainingswoche vor der Sommerpause ist in vollem Gange. Wie ist die Stimmungslage so kurz vor dem Saisonende?

„Die Erleichterung nach dem Sieg gegen Freiburg, mit dem wir unser Saisonziel im Grunde unter Dach und Fach gebracht haben, ist deutlich zu spüren. Die Stimmung im Training und auch neben dem Platz ist total locker und entspannt.“

Für dich sind es die letzten Einheiten am Förderzentrum in St. Leon-Rot, in der neuen Saison gehst du beim FC Bayern München eine neue Aufgabe an. Weißt du schon, was du besonders vermissen wirst?

„Eigentlich alles. Aber ganz besonders wahrscheinlich die Vertrautheit, die ich so in München gerade am Anfang nicht haben werde. Ich kenne hier alle, alle kennen mich und ich kann einfach sein, wie ich bin. Der Umgang ist hier sehr familiär und wenn ich ans Förderzentrum komme, ist das wie ein Nachhause-Kommen für mich. Auch dass es hier so idyllisch ist, werde ich vermissen. Und natürlich alle Leute, mit denen ich hier Tag für Tag zu tun habe.“

Zur Rückrunde 2014/15 hast du dich der zweiten Mannschaft der TSG angeschlossen, die in ihrem ersten Jahr in der 2. Bundesliga Süd um den Klassenerhalt gekämpft hat. Was waren damals deine Ziele?

„Ich hatte ein halbes Jahr Pause gemacht und wollte einfach wieder Fußballspielen. Ich habe mich damals sehr gefreut, dass ich bei der TSG Hoffenheim in der zweiten Mannschaft spielen kann. Für mich war das ein neues Kapitel, auch weil ich das erste Mal von zuhause ausgezogen bin. Die Zeit in der zweiten Mannschaft war auf jeden Fall richtig cool. Wir haben nach dem ersten halben Jahr fast jedes Spiel gewonnen, auch die Mannschaft war super. Aber ich hatte nie wirklich das große Ziel, mal in die Bundesliga zu kommen, ich habe das schon immer gemacht, weil ich einfach Spaß hatte. Ich habe irgendwann immer mal wieder bei der Ersten mittrainiert, das wurde dann häufiger und schließlich dachte ich mir schon: Das könnte klappen. Aber das waren immer kleine Etappen.“

Du hast gegen den SC Freiburg dein 150. Pflichtspiel für die TSG bestritten, das ist eine unglaubliche Zahl.

„Ich hatte das Glück, dass ich nie mal über einen längeren Zeitraum verletzt war. Wenn dann habe ich immer nur ein paar Tage mit dem Training ausgesetzt. Im Nachhinein wäre es aber vielleicht besser gewesen, mir manchmal ein bisschen mehr Zeit zum Auskurieren zu nehmen. Ich weiß noch, dass ich einmal in Sand nicht dabei sein konnte, weil ich krank war, und ein Spiel in Köln habe ich noch verpasst.“

Deine Zeit bei der TSG endet höchstwahrscheinlich mit einem historischen Erfolg, dem Erreichen der Champions League-Qualifikation. Nimmst du schon Gratulationen entgegen?

„Ich glaube kaum, dass wir das noch aus der Hand geben. Allein weil wir noch richtig Bock auf das letzte Spiel in Duisburg haben und unbedingt zum Abschluss einen Sieg holen wollen. Ich bin mir auch absolut sicher, dass wir das schaffen, denn wir haben überhaupt keinen Druck und können die Begegnung einfach befreit und mit ganz viel Spielfreude angehen.“

Was erwartest du in Duisburg?

„Duisburg hat nichts mehr zu verlieren und wird vielleicht schon ein paar Sachen mit Blick auf die neue Saison ausprobieren. Deshalb gehen wir davon aus, dass unser Gegner mitspielen wird und sich nicht nur auf die Defensive konzentrieren wird. Entsprechend freuen wir uns auf ein offenes und tolles Spiel zum Saisonabschluss.“

Welche Wünsche nimmst du mit in dein vorerst letztes Spiel im TSG-Trikot und die verbleibenden Trainingseinheiten?

„Ich möchte noch ein paar schöne Momente sammeln, aber das tue ich eigentlich in jedem Training. Ich würde mir wünschen, dass ich nochmal ein Tor schieße, dafür werde ich mich auf jeden Fall voll reinhängen. Wir wollen ein geiles Spiel machen, der TSG-Express soll in Duisburg nochmal so richtig ins Rollen kommen. Aber ich freue mich auch noch auf die letzte Busfahrt und das ganze Drumherum.“

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