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U23
14.05.2021

Herdling freut sich auf „Mannschaft der Stunde“

Befreit aufspielen und einen Großen ärgern: Das ist das Motto der U23, wenn sie morgen Nachmittag die SV Elversberg empfängt. Die Saarländer sind seit 15 Partien ohne Niederlage und haben zuletzt siebenmal in Folge gewonnen. Doch „Hoffe zwo“-Cheftrainer Kai Herdling blickt gerade angesichts der starken Form des Gegners voller Vorfreude auf das Duell.

Das sagt der Trainer

Kai Herdling weiß, was am morgigen Samstag (14 Uhr, kostenpflichtiger Livestream auf the-leagues.com/sve) auf seine Truppe zukommt: „Elversberg hat eine Wahnsinnsserie hingelegt und ist die Mannschaft der Stunde. Aber wir wollen uns nicht verstecken und ihnen zeigen, dass sie hier nicht so ohne Weiteres drei Punkte mitnehmen können“, so der U23-Chefcoach, der mit realistischen Erwartungen an das Duell mit dem Tabellenzweiten geht. „Wir können sicherlich gegen Elversberg nicht fest Punkte einplanen, aber wir freuen uns auf das Spiel und darauf, uns mit den Besten der Liga messen zu können.“

Das Personal

Deji Beyreuther hat seine Sperre abgesessen und steht damit wieder zur Verfügung. Dafür muss Herdling diesmal auf Kapitän Robin Szarka verzichten, der am vergangenen Wochenende seine fünfte Gelbe Karte bekommen hat. Verletzt fehlen nach wie vor Sejad Salihović, Tobias Heiland, Andreas Ludwig, Jacob Young und Alexandar Borković.

Der Gegner

Der Aufstieg war für den früheren Drittligisten bereits abgehakt, schließlich lagen die Elversberger Anfang Februar nach einem 0:2 gegen den SSV Ulm mit einem Rückstand von neun Punkten auf die Tabellenspitze nur auf dem sechsten Platz. Doch dann startete die Mannschaft von Trainer Horst Steffen eine Serie von bis heute 15 Spielen ohne Niederlage, wobei sie davon zwölf Spiele gewinnen konnte.

Dieser Zwischenspurt brachte die Saarländer zwar bis auf Platz zwei, doch der Rückstand auf Tabellenführer SC Freiburg II verringerte sich trotz der imposanten Bilanz der vergangenen Wochen angesichts der Konstanz der Breisgauer nur auf sieben Punkte. Somit ist die SVE wohl gezwungen, auch noch die verbleibenden fünf Partien für sich zu entscheiden, wenn es auf den letzten Metern doch noch mit der Meisterschaft und dem Drittliga-Aufstieg klappen soll.

In jener Klasse, der Dritten Liga, spielten die Elversberger bereits in der Saison 2013/14, nachdem unter Trainer Jens Kiefer in der Relegation gegen die zweite Mannschaft von 1860 München der Aufstieg gelungen war. Doch nur ein Jahr später stiegen die Saarländer wieder ab und versuchen sich seitdem an der Rückkehr in die Drittklassigkeit. Zweimal scheiterten sie erst in den Aufstiegsspielen: 2016 gegen den Nordost-Meister FSV Zwickau, 2017 gegen den Bayern-Champion SpVgg Unterhaching.

Aktuell halten die Elversberger einige Bestmarken. So sind sie die beste Rückrundenmannschaft, verfügen über die stärkste Offensive (89 Tore in 37 Spielen) und haben gemeinsam mit der Freiburger U23 die wenigsten Saisonniederlagen kassiert (erst viermal verloren). Bester Torjäger ist der Spanier Israel Suero, der bereits 18-mal erfolgreich war. Aber auch Rückkehrer Kevin Koffi (kam im Sommer nach einem Jahr von Drittligist Waldhof Mannheim zurück) kann mit 17 Treffern ein starke Quote nachweisen. Mit Theodoros Politakis steht auch ein langjähriger Akademie-Spieler im Kader der Elversberger. Der Mittelfeldspieler, der von 2010 bis 2019 alle TSG-Teams von der U13 bis zur U23 durchlaufen hat, kommt aktuell auf neun Saisoneinsätze, bei denen er allerdings jedes Mal eingewechselt wurde.

Serien und bisherige Duelle

15 Spiele ohne Niederlage, die vergangenen sieben Partien allesamt gewonnen – die SV Elversberg ist gut drauf. Aber auch die TSG lieferte zuletzt solide Ergebnisse ab und blieb viermal in Folge ungeschlagen. Zudem ist die Herdling-Truppe im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion seit sechs Partien ohne Niederlage.

Die Bilanz im Duell TSG vs. SVE spricht für die Saarländer: Von 14 Spielen entschieden die Elversberger neun für sich, während „Hoffe zwo“ bei drei Siegen steht. Ein Spiel ohne Gegentor gelang den Kraichgauern in 14 Anläufen noch nicht. Vielleicht klappt es ja am Samstag – auch wenn es gegen die beste Offensive der Liga geht.

Die Lage der Liga

Die SV Elversberg ist in Hoffenheim zum Siegen verdammt, wenn sie noch eine kleine Restchance auf die Meisterschaft haben will. Schließlich hat Spitzenreiter SC Freiburg II sieben Punkte Vorsprung und am Samstag Absteiger Eintracht Stadtallendorf zu Gast. Alles andere als der nächste Freiburger Sieg wäre also eine Riesenüberraschung. Es wäre dann schon der neunte in Folge, womit die Breisgauer aktuell die Serie der Elversberger noch toppen.

Der Abstiegskampf hat sich auf drei Teams reduziert, wobei es für Bayern Alzenau auf Rang 21 bei elf Punkten Rückstand auf Schott Mainz und 13 Zählern weniger als Sonnenhof Großaspach schlecht aussieht. Die Aspacher können schon morgen mit einem Heimsieg gegen den FSV Frankfurt den Klassenerhalt einfahren. Verliert Alzenau das direkte Duell gegen Schott Mainz steht der zweite Absteiger neben Stadtallendorf fest.

 

TSG 1899 Hoffenheim II – SV 07 Elversberg
Samstag, 15. Mai, 14.00 Uhr, Dietmar-Hopp-Stadion, Hoffenheim
Kostenpflichtiger Livestream auf the-leagues.com/sve

 

Hinweis: Aufgrund der Corona-Beschränkungen sind aktuell bei den Heimspielen der U23 keine Zuschauer zugelassen.

 

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