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FRAUEN
22.04.2021

Franziska Harsch: „Das ist unsere Mentalität“

Mit einem 3:2-Erfolg gegen den FC Bayern München startete die TSG am vergangenen Samstag furios in den Saisonendspurt in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Vier Spieltage stehen für Mittelfeldspielerin Franziska Harsch und ihre Teamkolleginnen noch auf dem Programm. Im Interview spricht die 23-Jährige über die Stimmung nach dem Bayern-Sieg, die Tabellensituation und das Duell mit dem SV Meppen (Sonntag um 14 Uhr, live auf DFB-TV).

Hallo Franzi, am Samstag habt ihr den FC Bayern München mit 3:2 geschlagen. Wie sehr spürt man diese Euphorie noch ein paar Tage später?

„Am intensivsten war die Freude auf jeden Fall direkt nach dem Abpfiff, wir waren einfach unglaublich glücklich. Dass uns das so mitgerissen hat, hatte verschiedene Gründe: Wir haben im Pokal-Viertelfinale knapp gegen München verloren, das hat uns geärgert und wir wollten uns revanchieren. Außerdem haben wir gegen Essen Punkte liegengelassen, die wir unbedingt wieder reinholen wollten. Zudem ging es gegen einen absoluten Top-Klub. Und dann dieser unglaubliche Spielverlauf. Auch am Montag war die Freude über den Sieg noch zu spüren, gerade weil wir das Spiel auch nochmal analysiert und aufgearbeitet haben.“

In der Halbzeit lagt ihr noch mit 0:2 zurück, was hat euch Gabor Gallai in der Kabine mit auf den Weg gegeben?

„Er hat uns gesagt, dass wir eigentlich gut im Spiel waren und dass wir von der Spielanlage in der ersten Halbzeit trotz der zwei Gegentore nicht schlechter als der FC Bayern waren. Er hat uns Mut gemacht und betont, dass wir weiter an uns glauben sollen und einfach weitermachen sollen. Dann machen wir den Anschlusstreffer und danach lief es richtig gut. Die Schlussphase hat sich dann aber noch nach einer Ewigkeit angefühlt.“

War der Sieg in München ein weiterer Schritt, sich als Top-Team in der Bundesliga zu etablieren?

„Wir haben in dieser Saison, insbesondere in der Rückrunde, das Gefühl, dass wir immer näher an Wolfsburg und Bayern drankommen. Der Sieg hat einmal mehr gezeigt, dass wir zurecht oben mitspielen.“

Turbine Potsdam hat gestern knapp gegen München verloren, mit einem Sieg gegen Meppen könnte der Abstand auf eure Verfolger auf acht Punkte anwachsen. Habt ihr diese Tabellenkonstellation im Blick?

„Ich habe ehrlich gesagt noch gar nicht so genau nachgerechnet. Wir haben es ja sowieso nach wie vor in der eigenen Hand und sind schon in den vergangenen Wochen ohne die Angst in die Spiele gegangen, dass unser Polster kleiner werden könnte. Wir wissen, dass wir zwar eine gute Ausgangslage haben, aber dass wir nicht mühelos durch die nächsten Begegnungen marschieren können. Wir ruhen uns nicht aus, sondern wollen jedes Spiel gewinnen. Das ist einfach unsere Mentalität. Wir sind zuversichtlich, dass wir uns den dritten Platz sichern werden.“

Am Sonntag geht es für euch zum SV Meppen. In der Hinrunde gab es einen knappen 1:0-Sieg durch einen Last-Minute-Elfmeter.

„Das war auf jeden Fall ein richtig schwieriges Spiel für uns. Meppen hat kompakt verteidigt und wir sind nur schwer durchgekommen. Am Ende waren wir einfach froh über die drei Punkte, die wir geholt haben.“

Was erwartet ihr für das Rückspiel am Sonntag?

„Meppen wird wieder eher defensiv agieren und auf Umschaltsituationen lauern. Unser nächster Gegner hat in der Offensive richtig schnelle Spielerinnen und das Ziel wird sein, diese möglichst gut in Szene zu setzen. Wir gehen davon aus, dass wir viel Ballbesitz haben werden. Diesen müssen wir dann aber auch dazu nutzen, möglichst viele Torchancen zu kreieren und diese zu verwerten. Das wird alles andere als ein einfaches Spiel, aber ein Sieg wäre schon super!“

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