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U23
24.04.2021

Drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt

Die U23 hat ihr Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz mit 3:1 (1:0) gewonnen und somit wichtige Zähler im Abstiegskampf eingefahren. Gegen den Aufsteiger aus Rheinhessen sorgte Chinedu Ekene für die Führung. Nach dem Ausgleich sicherten die beiden Stürmer Maximilian Beier und Meris Skenderović mit ihren Toren den Sieg, durch den „Hoffe zwo“ einen Platz gutmacht und nur noch einen Punkt Rückstand auf das rettende Ufer hat.

Das Personal

Während die Gäste vom TSV Schott ihre Startformation gegenüber ihrem Spiel vom Dienstag gegen die Kickers Offenbach gleich auf sieben Positionen veränderten, nahm TSG-Trainer Kai Herdling im Vergleich zu dem Auftritt beim VfB Stuttgart II nur zwei Wechsel vor. Max Geschwill und Alfons Amade rückten auf die Bank, für sie durften wieder Philipp Strompf und Niklas Kölle von Beginn an ran.

Vor Torhüter Daniel Klein bot Herdling eine Dreierkette mit Lucas Zeller, Gabriel Haider und Strompf auf. Die Doppelsechs davor bildeten Mario Erb und Semih Şahin, während die Außenpositionen von Robin Szarka rechts und Kölle links belegt wurden. Auf der Zehnerposition hinter den Spitzen Maximilian Beier und Fisnik Asllani lief Chinedu Ekene auf.

Der Spielfilm

Herrliche Bedingungen im Dietmar-Hopp-Stadion. 18 Grad, Sonne – und die TSG mit einem sehr konzentrierten Start in dieses direkte Duell im Abstiegskampf. Die Entschlossenheit, nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg wieder dreifach zu punkten, war der Mannschaft von Trainer Kai Herdling deutlich anzumerken. In der 6. Minute musste sie jedoch eine Schrecksekunde überstehen, als Schott-Stürmer Christian Hahn links im Strafraum frei durchkam, allerdings in den Boden trat und der Ball daher entspannt neben das Tor kullerte.

Ein dickes Ausrufezeichen von „Hoffe zwo“ dann in der 9. Minute: Ekene setzte den Mainzern im Spielaufbau aggressiv zu und eroberte dadurch zentral 20 Meter vor dem Tor den Ball, den er sich kurz vorlegte und einen satten Flachschuss von der Strafraumgrenze in die Maschen jagte. 1:0, zehnter Saisontreffer für Ekene. Das Tor gab den TSG-Akteuren nun Sicherheit und so dominierten sie die Partie und nutzten immer wieder ihre Tempovorteile und ihr spielerisches Potenzial.

In der 22. Minute kombinierten sich Asllani und Beier durch den Sechzehner, sodass Asllani frei vor TSV-Torwart Tim Hansen auftauchte, aber zu wenig Druck hinter den Ball brachte. Vier Minuten später dann eine starke Aktion des überzeugenden Haider, der zentral durch das Mittelfeld dribbelte und mit einem hervorragenden Flugball Kölle auf der linken Seite in Szene setzte. Der wiederum sah im Zentrum Beier. Aus guter Schussposition visierte der 18-Jährige das kurze Eck an, verfehlte es jedoch knapp. Die knappe Halbzeitführung war nach 45 ordentlichen Minuten absolut verdient.

Dass die beiden vergangenen Spiele, als „Hoffe zwo“ jeweils Führungen aus der Hand gab, nicht ganz spurlos an den Kraichgauern vorbeigegangen waren, zeigte sich dann jedoch in der zweiten Halbzeit. Die TSG überließ den Gästen die Spielkontrolle und sah sich plötzlich einer Mainzer Druckphase ausgesetzt. Torgefahr strahlte der Aufsteiger jedoch nur selten aus. Ein Kopfball-Aufsetzer von Nicklas Schlosser, der am Tor vorbeiging (51.), war lange Zeit die gefährlichste Aktion.

„Hoffe zwo“ bekam indes Raum zum Kontern. So bediente der eingewechselte Max Geschwill in der 69. Minute Beier, der zwei Gegenspieler abschüttelte, nach innen zog und aus 17 Metern abzog. Knapp vorbei. Doch mit zunehmender Spieldauer tauchten die Mainzer immer häufiger im TSG-Strafraum auf. Nachdem Stürmer Jannek Ripplinger in der 70. Minute bereits seinen Rechtsverteidiger Leon Kern eingesetzt hatte, der jedoch überhastet vergab, schüttelte er drei Minuten später Strompf auf der rechten Seite ab, passte scharf auf den zweiten Pfosten zum eingewechselten Ex-U23-Spieler der TSG, Kennet Hanner López, der den Ball aus fünf Metern zum Ausgleich ins Tor drückte. Ausgerechnet Hanner López!

Wieder ein Rückschlag nach Führung, doch diesmal ging die TSG sofort zum Gegenangriff über und der Lohn folgte nur vier Minuten später. Geschwill flankte scharf von der linken Seite in den Fünfmeterraum, der Ball rutschte TSV-Keeper Hansen durch und dahinter stand Beier goldrichtig, um ihn aus zwei Metern über die Linie zu nicken und sein neuntes Regionalligator in der laufenden Saison zu erzielen.

Es folgten intensive Minuten, in denen die Gäste noch einmal alles versuchten. Kurz vor Schluss stürmte Hanner López frei auf Klein zu. Der TSG-Keeper rannte aus seinem Tor, Hanner López überlupfte ihn und der Ball landete auf dem Tor. Den Kontakt der beiden nach dem Schuss werteten die aufgebrachten Gäste als klares Foul, das einen Elfmeter nach sich gezogen hätte. Doch den gab es nicht, stattdessen wegen Meckerns die Gelbe Karte für TSV-Trainer Sascha Meeth. In der Nachspielzeit setzte der eingewechselte Meris Skenderović den Schlusspunkt, als er einen Konter mit einem Freilauf von der Mittellinie zum 3:1 abschloss.

Die Trainerstimme

„Der Sieg war natürlich sehr wichtig, aber es war kein gutes Spiel von uns“, stellte Herdling nach den nervenaufreibenden 90 Minuten im Dietmar-Hopp-Stadion fest. „So etwas haben wir aber auch mal gebraucht: schlecht spielen und trotzdem gewinnen. Zuletzt waren unsere Leistungen gut, aber wir hatten viel Pech. Heute haben wir es endlich mal gezogen, obwohl nicht alles gepasst hat. Insgesamt war es dann schon auch verdient, weil wir die besseren Chancen hatten.“

Die Szene

Das Spiel drohte einen ähnlichen Verlauf zu nehmen wie in den beiden Partien zuvor: Führung TSG, Aufholjagd des Gegners. Doch vier Minuten nach dem Mainzer Ausgleich flankte Max Geschwill energisch, mit etwas Glück rutschte der Ball durch zu Beier und der nickte ein. Ein immens wichtiges und am Ende entscheidendes Tor, um hier am Ende mit drei Punkten vom Platz zu gehen.

Die Tabelle

Der Abstiegskampf in der Regionalliga Südwest bleibt extrem eng und spannend. Neben der TSG feierten auch Hessen Kassel (3:2 bei Sonnenhof Großaspach), der FK Pirmasens (5:2 bei Bayern Alzenau) und der FC-Astoria Walldorf (3:1 gegen den FSV Frankfurt) wichtige Siege. Einen empfindlichen Rückschlag musste neben den Mainzern und Großaspachern auch der FC Gießen hinnehmen, der beim TSV Steinbach Haiger mit 0:4 unterlag.

Die sechs Mannschaften unter dem Strich sind die gleichen geblieben, doch die TSG machte einen Platz gut und ist nun Tabellen-17. und somit nur noch einen Platz unterhalb des rettenden Ufers. Dort steht der FC Gießen, der einen Punkt mehr hat als „Hoffe zwo“. Als erster Absteiger steht indes Eintracht Stadtallendorf fest. Die Hessen haben nach dem 0:4 gegen Offenbach rechnerisch keine Chance mehr, über den Strich zu kommen.

Das Stenogramm

TSG 1899 Hoffenheim II – TSV Schott Mainz 3:1 (1:0)
Hoffenheim: Klein – Zeller, Haider, Strompf (75. Skenderović) – Erb, Şahin (90.+1 E. Lässig) – Szarka, Kölle (62. Geschwill) – Ekene (90.+1 Görlich) – Beier, Asllani (62. Amade).
Mainz: Hansen - Raltschitsch, Müller (89. Ahlbach), Herrmann – Mairose (61. Del Vecchio) – Kern, Schlosser (61. Hanner López/89. Portmann) – Demirbas, Lihsek (75. Schwarz) – Ripplinger, Hahn.
Tore: 1:0 Ekene (9.), 1:1 Hanner López (73.), 2:1 Beier (77.), 3:1 Skenderović (90.+4). Zuschauer: nicht zugelassen. Schiedsrichter: Felix Ehing (Engen). Karten: Gelb für Ripplinger, Demirbas. Besonderes Vorkommnis: Gelbe Karte für Trainer Meeth wegen Meckerns (82.).

Daten & Fakten zum Spiel »

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