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04.02.2021

Mit breiter Brust in Richtung Europapokal

Im Jahr 2021 ist Eintracht Frankfurt bislang das erfolgreichste Team der Bundesliga: Mit 16 Punkten aus sechs Partien befindet sich die Eintracht vor dem Duell mit der TSG Hoffenheim (Sonntag, 15.30 Uhr/Liveticker auf tsg-hoffenheim.de) auf Rang eins der Jahres-Tabelle vor dem FC Bayern (15 Punkte) und Gladbach (14). Vor allem die Offensive der Adler überzeugt seit dem Jahreswechsel, eine Veränderung des taktischen Systems und ein alter Bekannter sorgen für eine euphorische Stimmung in den Reihen des Tabellenvierten.

„Champions League statt Niemandsland“ betitelte der „kicker“ die jüngste Entwicklung der Eintracht und zielte damit auf die imposante Frankfurter Serie in den jüngsten acht Spielen ab. Sechs Siege und zwei Unentschieden gelangen Frankfurt zuletzt, gleichbedeutend mit dem Sprung auf Platz vier in der Bundesliga. Zuvor war die Mannschaft von Trainer Adi Hütter nahezu aussichtslos im Mittelfeld der Tabelle versunken, weit entfernt von der Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb. Nach dem 12. Spieltag rangierte das Team von Trainer Adi Hütter noch auf dem 10. Platz. Lediglich zwei Siege (bei acht Unentschieden und zwei Niederlagen) standen zu diesem Zeitpunkt auf dem Konto des DFB-Pokalsiegers von 2018.

Rund sechs Wochen später hat sich die Situation des Klubs gänzlich verändert – die Eintracht befindet sich im Angriffsmodus und äußert das auch außerhalb des Platzes: „Wir lechzen nach Europa“, sagte Adi Hütter nach dem jüngsten 3:1-Sieg gegen Hertha BSC. Dank der 20 gewonnenen Punkte in den vergangenen acht Spielen geht die Eintracht mit einer breiten Brust in die Partie mit der TSG: „Wir haben wieder die Klasse und das Selbstvertrauen gezeigt, das uns momentan auszeichnet“, sagte Kevin Trapp am vergangenen Samstag nach dem Spiel in der Hauptstadt.

Ein Grund für die erfolgreiche Spielweise der Frankfurter ist die taktische Ausrichtung: Statt seine Mannschaft wie zunächst im 3-5-2-System aufzustellen, lässt Adi Hütter nun in einem 3-4-2-1-System spielen. Davon profitieren vor allem die Mittelfeldspieler und Leistungsträger Amin Younes, Filip Kostic und Djibril Sow. Das Team findet nun vermehrt kreative Lösungen in der Offensive und spielte zuletzt auch gegen äußerst tiefstehende Mannschaften erfolgreich. Und André Silva, Top-Torjäger seines Teams, findet sich in seiner neuen Rolle als alleiniger Stürmer noch besser zurecht als ohnehin schon. Seit dem 12. Spieltag traf der portugiesische Nationalspieler neun Mal, bereitete zudem zwei Treffer vor. 16 Tore in 18 Partien lautet seine persönliche Bilanz, in der Bundesliga-Torjägerliste bedeutet dies Platz zwei hinter Robert Lewandowski.

Aktiv war während der kurzen Winterpause bei der Eintracht vor allem Sportvorstand Fredi Bobic. In Bas Dost, David Abraham, Marijan Cavar, Dominik Kohr und Danny da Costa verließen fünf Spieler den Verein, verpflichtet wurde für die Rückrunde hingegen nur ein Akteur. Luka Jović, der bereits von 2017 bis 2019 für die Eintracht stürmte, wurde für die verbleidenden Spiele der Saison 2020/21 von Real Madrid auf Leihbasis zurückgeholt. Der serbische Nationalspieler kam seitdem vier Mal zum Einsatz für die Eintracht – in drei Partien als Einwechselspieler – und erzielte bereits drei Treffer. Der Doppelpack in seinem ersten Einsatz gegen den FC Schalke 04 zeigt, dass der 23-Jährige bereits bestens in sein neues, altes Team integriert ist.

Für die TSG geht es in der anstehenden Partie vor allem darum, die starke Frankfurter Offensive rund um Silva und Leihspieler Jović zu stoppen. Sollte dies gelingen, könnte die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß eine recht lange Negativserie gegen die Adler beenden. Der bislang letzte Hoffenheimer Sieg gegen die Eintracht liegt bereits dreieinhalb Jahre zurück: Am 31. Spieltag der Saison 2016/17 gelang der TSG ein 1:0-Sieg durch einen späten Treffer von Benjamin Hübner in der 90. Minute.

 

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