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U23
15.02.2021

„Hoffe zwo“-Serie (5): Die Trainer – von Dickgießer bis Herdling

TSG Hoffenheim II, U23 oder einfach nur „Hoffe zwo“ – der Unterbau unseres Bundesliga-Kaders hat viele Bezeichnungen, aber nur ein Ziel: den TSG-Talenten beim Sprung von den Junioren zu den Senioren den letzten Schliff zu verpassen. In den „U23-Wochen“ blicken wir auf ehemalige wie aktuelle „Hoffe zwo“-Protagonisten und denkwürdige Ereignisse. Heute: Ein Überblick über die elf Trainer, von Roland Dickgießer bis Kai Herdling, die die U23 in diesem Zeitraum gecoacht haben.

Roland Dickgießer (2003-06)

Der ehemalige Bundesliga-Profi des SV Waldhof Mannheim etablierte „Hoffe zwo“ auf Anhieb in der Oberliga Baden-Württemberg. In der Saison 2005/06 leitete der heute 60-Jährige nach dem Weggang Hansi Flicks außerdem für drei Spiele die Geschicke der ersten Mannschaft in der Regionalliga Süd, ehe Lorenz-Günter Köstner übernahm. Später trainierte Dickgießer den FC-Astoria Walldorf, dessen sportlicher Leiter er seit 2016 ist.

Nebojša Đurić (2005)

Der Bosnier saß in jenen drei Spielen, in denen Dickgießer als Interimstrainer die „Erste“ betreute (November/Dezember 2005), auf der Bank. Seine aktive Laufbahn hatte „Nešo“ eineinhalb Jahre zuvor – in der U23 – beendet. Heute arbeitet der 54-Jährige als Groundskeeper im Dietmar-Hopp-Stadion, sein Sohn Luka spielt in der U19 der TSG.

Alfred Schön (2006/07)

Auch Alfred Schön (59), der viele Jahre an der Seite Dickgießers beim SV Waldhof Mannheim in der 1. und 2. Bundesliga auf dem Platz stand, arbeitet noch bei der TSG und ist seit 2010 in der Scouting-Abteilung tätig. Vor und nach seiner U23-Cheftrainer-Saison 2006/07 war er Co-Trainer der ersten Mannschaft (für ein Spiel als Interimschefcoach) und auch für die U19 im Einsatz.

Rainer Scharinger (2007-09)

Unter dem gebürtigen Karlsruher etablierte sich „Hoffe zwo“ in der Spitzengruppe der Oberliga Baden-Württemberg und kassierte in zwei Spielzeiten nur eine Heimniederlage. Wenige Wochen vor dem Ende seiner zweiten Amtszeit verließ der mittlerweile 53-Jährige die TSG und übernahm den Drittligisten VfR Aalen, die Oberliga-Vizemeisterschaft 2008/09 hatte „Hoffe zwo“ zu diesem Zeitpunkt bereits in der Tasche. Heute arbeitet Scharinger als Verbandssportlehrer beim Badischen Fußball-Verband.

Guido Streichsbier (2009)

In den abschließenden fünf Saisonspielen nach Scharingers Abschied trainierte Guido Streichsbier die U23 – und kehrte anschließend zu seiner U19 zurück. Ein Jahr zuvor hatte er mit der U17 die Deutsche B-Junioren-Meisterschaft gewonnen und den ersten nationalen Titel nach Hoffenheim gebracht. Der 51-Jährige arbeitet heute beim DFB und ist aktuell für die U19-Nationalmannschaft verantwortlich.

Markus Gisdol (2009-11)

Mit einem rundum erneuerten Kader und trotz der entsprechenden Startschwierigkeiten führte der aus Ulm gekommene Markus Gisdol die U23 auf Anhieb in die Regionalliga, in der er mit seinem Team ebenfalls eine gute Rolle spielte. Im März 2011 wurde der frischgebackene Fußballlehrer Co-Trainer beim FC Schalke 04. Nach Stationen als Chefcoach bei der TSG (2013-15) und dem Hamburger SV (2016-18) ist der 51-Jährige heute Bundesliga-Trainer beim 1.FC Köln.

Otmar Rösch (2011, 2013)

Otmar Rösch, der mit Gisdol aus Ulm gekommen war, übernahm nach Gisdols Weggang in Richtung Schalke interimsmäßig die U23 und betreute sie in den abschließenden acht Saisonspielen. Zwei Jahre später sprang er erneut in die Bresche, als Gisdols Nachfolger Frank Kramer ebenfalls im Frühjahr den nächsten Entwicklungsschritt ging, und stand für 13 weitere Spiele auf der „Hoffe zwo“-Kommandobrücke. Der 59-Jährige ist als Athletiktrainer der Profis noch immer für die TSG aktiv.

Frank Kramer (2011-13)

Frank Kramer kam als Gisdol-Erbe und ging einen ähnlichen Weg: Im zweiten Jahr absolvierte er seinen Fußballlehrer-Lehrgang und nahm im Anschluss ein Angebot aus der Bundesliga an – und zwar von jenem Verein, von dem er gekommen war: der SpVgg Greuther Fürth. Der Schwabe, der im Dezember 2012 für zwei Spiele Interimscheftrainer der Profis war, wurde (siehe oben) nach seinem Wechsel nach Fürth durch Otmar Rösch interimsweise ersetzt. Zuletzt leitete der 48-Jährige die Nachwuchsabteilung von RB Salzburg.

Thomas Krücken (2013/14)

Nach einem Jahr als U19-Cheftrainer der TSG rückte Thomas Krücken in die U23 auf, hatte aber in der Rückrunde mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musste im April 2014 gehen. Nach verschiedenen Positionen im Nachwuchs des 1.FSV Mainz 05 ist der 43-jährige Neusser mittlerweile Nachwuchschef des VfB Stuttgart.

Marco Wildersinn (2014-20)

Als Co-Trainer im Sommer 2013 gekommen, wurde Marco Wildersinn im April 2014 Krückens Nachfolger – und blieb sechseinhalb Spielzeiten. Mit seinen 33,5 Jahren war er zu jenem Zeitpunkt der bislang jüngste U23-Chef. In seine Ära fällt die erfolgreichste Saison der U23 (Platz drei 2015/16). Der gebürtige Baden-Badener – der wie Scharinger und Streichsbier zu seiner aktiven Zeit für den Karlsruher SC spielte – stand in 210 Regionalliga-Partien an der Seitenlinie, kein anderer Coach holte in der Südwest-Staffel mehr Punkte. Derzeit ist der 40-Jährige vereinslos.

Kai Herdling (2020-)

Der U23-Rekordspieler Kai Herdling übernahm „Hoffe zwo“ nach der Trennung von Wildersinn im Oktober 2020 und ist in 18 Jahren der erst elfte Cheftrainer der Hoffenheimer Reserve (zieht man die drei Interimsperioden ab, sogar erst der achte). Neben Dickgießer, Schön und Scharinger ist er der vierte U23-Coach, der als Aktiver Bundesliga-Einsätze vorweisen kann und nach Đurić der zweite, der selbst als Spieler für „Hoffe zwo“ im Einsatz war.

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