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FRAUEN
22.10.2020

Judith Steinert: „Habe unglaublich viel Spaß“

Nur ein einziges Mal kam Judith Steinert in der vergangenen Saison in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga zum Einsatz. Nach anhaltendem Verletzungspech meldete sich die 25-Jährige in der Sommervorbereitung aber zurück und absolvierte für die TSG in der laufenden Spielzeit bereits fünf Partien. Im Interview spricht Steinert über ihre Form, die Trainingswoche und die anstehenden Aufgaben im DFB-Pokal und der Bundesliga.

Hallo Eddy, die Nationalspielerinnen sind derzeit auf Länderspielreisen. Wie sieht eure Trainingswoche aus?

„Eigentlich ähnlich wie sonst auch. Am Montag stand die Regeneration nach dem Spiel gegen Meppen im Fokus, am Mittwochmorgen hatten wir Krafttraining und abends Mannschaftstraining. Da wir eine deutlich kleinere Trainingsgruppe sind, fallen große Spielformen weg, dafür wird mehr an Details gearbeitet. Das Wochenende haben wir frei, deshalb sind die Einheiten davor etwas intensiver.“

Du hast dich nach einer Verletzungsmisere immer wieder zurückgekämpft und hast nun in den vergangenen Wochen fleißig Einsatzzeit gesammelt. Wie fühlst du dich?

„Ich bin sehr zufrieden, wie es für mich derzeit läuft. Natürlich profitiere ich gerade davon, dass wir einige angeschlagene und verletzte Spielerinnen haben, die nicht einsatzfähig sind. So habe ich schon viel gespielt und freue mich über jede Minute, die auch auf dem Platz stehen darf. Ich fühle mich fit und weil ich so lange auf meine Rückkehr warten musste und dann immer wieder zurückgeworfen wurde, habe ich jetzt einfach unglaublich viel Spaß. Ich habe total Lust zu kicken, die Spielfreude merkt man mir im Training und den Spielen an. Für 90 Minuten reicht es zwar noch nicht, weil mir irgendwann die Körner ausgehen, aber das ist ganz normal.“

Nachdem du in den vergangenen Jahren meist als Außenverteidigerin zum Einsatz gekommen bist, standst du nun schon zwei Mal als zentrale Mittelfeldspielerin in der Startelf.

„Ja, mir kommt momentan sehr zugute, dass ich flexibel einsetzbar bin. Ich habe in der U17 und der zweiten Mannschaft hauptsächlich im Zentrum gespielt, in der Bundesliga wurde ich dann meist auf der Außenbahn eingesetzt. Deshalb fühle ich mich dort vielleicht etwas sicherer, auch wenn mir die Aufgaben im Mittelfeld sehr viel Spaß machen. Ich kann nach vorne kreativ sein, Spielwitz einbringen und habe einen guten Blick für die freien Räume. Das hilft mir natürlich auch als Außenverteidigerin. Letztendlich versuche ich einfach, meinen Job zu machen und meine Aufgaben zu erfüllen, egal auf welcher Position.“

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt habt ihr aus den vergangenen fünf Spielen insgesamt zehn Punkte geholt. Seid ihr zufrieden?

„Anfangs sah das nach einem holprigen Start aus, aber letztlich haben wir gegen Wolfsburg, Potsdam und München verloren, das kann passieren. In den Spielen, in denen wir punkten mussten, haben wir das auch getan. So auch beispielsweise gegen Meppen, auch wenn das Ergebnis knapp war. Wir haben uns das Glück, am Ende noch einen Elfmeter zu bekommen, aber verdient. Es war klar, dass es ein Geduldsspiel werden würde, vor allem weil uns in der ersten Halbzeit die Konsequenz und Effektivität gefehlt haben.“

Nach der Länderspielpause geht es für euch in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen den FC Ingolstadt. Eine Pflichtaufgabe?

„Wir sind Favorit, unterschätzen unseren Gegner aber nicht. Wir wollen im DFB-Pokal so weit kommen wie möglich, dazu muss man Spiele wie diese eben gewinnen. Unser Ziel wird sein, Spielfreude zu zeigen und uns dann auch Selbstbewusstsein für die folgenden Aufgaben zu holen.“

Mit Leverkusen, Sand und Freiburg warten im November drei Gegner auf euch, die ähnlich viele Punkte geholt haben wie ihr. Was erwartet ihr?

„Diese Spiele werden richtungsweisend sein und wir müssen punkten, um weiter oben dran zu bleiben. Wir wissen, dass diese Begegnungen wichtig sind, denn mit Leverkusen und Freiburg geht es gegen unsere Tabellennachbarn. Bei Leverkusen läuft es in dieser Saison bisher richtig gut, auch Freiburg hat in den Tritt gefunden.“

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