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FRAUEN
12.03.2020

Laura Haas: „In den Rhythmus gefunden“

Im Sommer wechselte Laura Haas von den Junioren der SpVgg Neckarelz in die U20 der TSG. Im Interview spricht die 19-Jährige darüber, was sich seither für sie geändert hat, wie sie die Entwicklung ihres Teams beurteilt und was sich die TSG für das anstehende Auswärtsspiel beim FSV Gütersloh vorgenommen hat.

Hallo Laura, die 2. Bundesliga pausierte am vergangenen Wochenende. Was stand für euch auf und neben dem Platz stattdessen auf dem Programm?

„Wir haben die Zeit mit der Mannschaft ganz gut genutzt, auch wenn wir im taktischen Bereich nicht so viel arbeiten konnten, weil viele Spielerinnen Verletzungen auskuriert haben oder bei der Nationalmannschaft waren. Das freie Wochenende tat uns allen gut, nach der langen Vorbereitung hatte man endlich die Gelegenheit abzuschalten. Ich konnte die Tage sogar für einen Kurzurlaub nutzen, weil ich an der Uni auch die Klausurenphase hinter mich gebracht habe.“

Im Sommer bist du von der SpVgg Neckarelz in die U20 der TSG gewechselt. Was hat sich seither für dich geändert?

„Eigentlich alles. Ich habe vorher zuhause gewohnt und immer bei Jungs gespielt, im Sommer bin ich ausgezogen, habe angefangen zu studieren und auch mit dem Wechsel zur TSG einen neuen Abschnitt begonnen. Hier herrschen natürlich ganz andere Bedingungen als im Junioren-Bereich, es gibt beispielsweise Kraft- und Individualtraining. Ich war doch sehr überrascht, wie sehr es auch im Frauenfußball zur Sache geht. Gerade wenn ich mit dem Bundesligateam trainiere, bin ich immer wieder beeindruckt.“

Du trainierst regelmäßig beim Bundesligateam mit, denn du gehörst bereits in deinem ersten TSG-Jahr zu den Perspektivspielerinnen. Hast du dir deinen sportlichen Weg schon immer so vorgestellt?

„Es war immer mein Ziel, in der Bundesliga zu spielen. Dass ich nun schon die Möglichkeit bekomme, regelmäßig in der ersten Mannschaft zu trainieren, damit habe ich nicht gerechnet. Diese Einheiten bringen einen enorm weiter, denn das Spiel ist athletischer und schneller, sodass man immer hellwach sein muss. Es macht Spaß, so gefordert zu werden. Diese Erfahrungen kann ich dann mit in die U20 nehmen. Die Durchlässigkeit zwischen den Mannschaften ist hier sehr hoch, davon profitieren alle.“

Mit der U20 seid ihr in der 2. Bundesliga seit sieben Spieltagen ungeschlagen. War diese gute Entwicklung der Mannschaft zu erwarten?

„Vor der Saison hätte niemand von uns gedacht, dass es so gut läuft. Anfangs hat uns in unseren Spielen die Konstanz gefehlt, wir haben mal sehr gute und mal sehr schlechte Leistungen gezeigt. Das ist aber verständlich, schließlich sind wir ein sehr junges Team. Mittlerweile haben wir gut in den Rhythmus gefunden und hatten auch ab und zu das Glück auf unserer Seite, wie zuletzt gegen Andernach. Gegen Wolfsburg haben wir hingegen sehr überzeugend gespielt. Wir wollen unsere spielerische Qualität, die wir schon gezeigt haben, und den Siegeswillen aus dem Andernach-Spiel in die nächsten Begegnungen mitnehmen.“

Welche Ziele habt ihr euch bis zum Saisonende gesteckt?

„Wir haben uns kein konkretes Ziel gesetzt, sondern wollen einfach das Bestmögliche herausholen. Wir wollen uns weiter verbessern, unter anderem im Spielaufbau. Außerdem wäre es natürlich gut, im Vergleich mit den anderen U20-Teams gut abzuschneiden.“

Am Sonntag (11 Uhr) trefft ihr auswärts auf den FSV Gütersloh. Im Hinspiel habt ihr eine eurer bisher erst drei Saisonniederlagen kassiert. Seid ihr auf eine Revanche aus?

„Wir sind auf jeden Fall alle heiß auf das Spiel! Gütersloh steht in der Tabelle nicht so gut da, wir wissen aber, dass das ein schwieriges Spiel wird. Im Hinspiel waren wir in der ersten Halbzeit nicht konsequent genug, nach der Pause kamen wir besser rein. Am Ende hat es dennoch nicht zu Punkten gereicht. Wir wollen die robuste Spielweise von Gütersloh annehmen, aber trotzdem auf unsere taktische und technische Qualität setzen.“

 

 

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