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29.02.2020

Gemeinsam zusammen

Nach dem Spiel der TSG gegen den FC Bayern München äußerten sich die Verantwortlichen zu den Vorfällen im Gästeblock und dem Signal der beiden Mannschaften und Klubs in der denkwürdigen Schlussphase.

TSG-Geschäftsführer Dr. Peter Görlich: „Ich möchte dem Schiedsrichtergespann ein Kompliment machen, wie souverän und ruhig sie den Drei-Stufen-Plan des DFB umgesetzt haben. Ich habe eine hohe Sensibilität bei den Zuschauern gespürt, nicht nur bei den Fans der TSG, sondern auch bei denen des FC Bayern München, mit Ausnahme dieser kleinen Gruppe. Und dann müssen wir den Spielern einen Riesen-Respekt zollen, dass sie sich solidarisch erklärt haben mit Dietmar Hopp, aber auch mit der TSG Hoffenheim und, soweit möchte ich den Bogen spannen, mit dem gesamten deutschen Fußball. Hier ist heute ein deutliches Signal gesetzt worden. Ich glaube, es war notwendig, dass es so gekommen ist.“

Alfred Schreuder: „Alle sind riesig enttäuscht darüber, was heute passiert ist. Dietmar Hopp hat so viel für die Region und für uns getan. Wir sind traurig darüber und es tut uns sehr leid für ihn. Das Zeichen der beiden Mannschaften war sehr gut. Es muss etwas passieren. Es ist peinlich, dass so etwas gemacht wird. Es sind nicht tausende Fans, sondern nur ein paar, die das machen. Was Dietmar Hopp in seinem Leben gemacht hat, ist etwas Besonderes. So etwas wie heute verdient kein Mensch.“

Benjamin Hübner: „Ich finde, dass der Schiedsrichter richtig reagiert hat. Er hat das Spiel zunächst unterbrochen und beim nächsten Vorfall sind wir in die Kabine gegangen. Ich hoffe, dass wir damit ein Zeichen setzen konnten. So sollte der Fußball sein. Der Fußball verbindet. Ich denke, dass es ein historisches Spiel war. Daran sollten wir alle anknüpfen.“

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern München): „Ich schäme mich zutiefst, auch Dietmar Hopp gegenüber. Das ist das ganz hässliche Gesicht des Fußball. Es ist der Moment gekommen, wo der ganze deutsche Fußball zusammenstehen müssen, wir haben viel zu lange die Augen zugemacht vor dem, was in vielen Kurven passiert ist. Mit dem heutigen Tag muss es ein Umdenken geben und wir müssen mit aller Kraft dagegen vorgehen. Wir haben alles gefilmt und werden unsere Fans knallhart verfolgen und zur Rechenschaft ziehen. Diese Leute haben in Fußballstadien nichts mehr verloren, absolut gar nichts mehr.“

Hansi Flick (Trainer FC Bayern): „Das hat mit Fußball nichts zu tun, das geht in dieser Form so nicht weiter. Es ist Zeit sich zu wehren. Da müssen wir gemeinsam aufstehen, da darf es keine Rücksicht mehr geben. Ich bin hier aufgewachsen, kenne Dietmar Hopp über 20 Jahre. Mir tut es leid für diesen Menschen, der so viel gemacht hat für die Gesellschaft. Jeder dieser Chaoten hat vermutlich jemanden in der Familie, der profitiert hat von den Dingen, die Dietmar Hopp unterstützt hat, zum Beispiel in der Krebsforschung. Wir müssen gegen diese Chaoten oder Idioten zusammenstehen. Es ist ein schwarzer Tag für den FC Bayern. Beide Teams, beide Vereine haben ein sehr großes Zeichen nach außen gesetzt.“

Christian Seifert (DFL-Geschäftsführer): „Die permanenten Anfeindungen gegen Dietmar Hopp sind schon lange nicht mehr hinnehmbar und auf das Schärfste zu verurteilen. Wir haben diesbezüglich heute einen traurigen Höhepunkt erlebt. Dafür gibt es keine Entschuldigung. Alle Beteiligten - Spieler, Schiedsrichterteam und die Verantwortlichen von Bayern München und der TSG Hoffenheim sowie sehr, sehr viele Stadion-Besucher - haben in dieser Situation vorbildlich gehandelt und damit ein klares Signal an einige selbsternannte Herrscher über die Fußball-Kultur gesetzt, derartige Entgleisungen nicht mehr zu dulden. Jegliche Art von Hass darf keinen Platz haben. Dies muss der Anspruch des gesamten deutschen Profifußballs sein.“

 

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