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AKADEMIE
09.03.2019

U17 schießt sich gegen Wehen den Frust von der Seele

Mit ihrem höchsten Saisonsieg hat die U17 auf die unglückliche Niederlage bei den Bayern reagiert. Im Heimspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden siegte die Elf von Trainer Danny Galm mit 8:1 (4:1). Kerim Çalhanoğlu und Maximilian Beier trafen jeweils doppelt, außerdem waren noch Mamin Sanyang und Armindo Sieb erfolgreich. Die Gäste trafen zwei Mal ins eigene Tor und kassierten eine Gelb-Rote Karte.

Chefcoach Danny Galm selbst hatte die Partie gegen den Aufsteiger aus der Hessenliga unter das Motto „Den Frust von der Seele schießen“ gestellt. Denn sowohl auf das unnötige 0:2 im Hinspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden als auch auf das mehr als unglückliche 2:3 im Topspiel gegen Spitzenreiter Bayern München eine Woche zuvor sollte mit einem klaren Sieg reagiert werden. Wie ernst es der Hoffenheimer U17 mit der Frustbewältigung war, wurde den Zuschauern in der Akademie-Arena schon nach wenigen Minuten klar. Einen Freistoß von der rechten Seite zog Kapitän Kerim Çalhanoğlu mit viel Power und Schnitt auf den zweiten Pfosten, wo er an Freund und Feind vorbei direkt ins Tor flog (9.).

Die Freude der TSG-Bank hielt jedoch nur drei Minuten an. Dann enteilte Wehens Linksaußen Nino Cassaniti seinem Gegenspieler Benjamin Sejdinović und bediente mit einem scharfen Querpass an die Fünfergrenze Angelo Dentico, der den Ausgleich markierte. „Das war natürlich ärgerlich, aber die Jungs haben dann gut reagiert und schöne Tore herausgespielt“, sagte Galm.

Schöner Spielzug zum 3:1

Nur eine Minute nach dem Ausgleich flankte Çalhanoğlu von der linken Seite ins Angriffszentrum, wo U17-Nationalstürmer Maximilian Beier lauerte und trocken ins lange Eck abschloss. Die TSG drückte nun weiter aufs Spieltempo und wollte die Partie frühzeitig zu ihren Gunsten entscheiden. Nachdem Marco John nach einer schönen Einzelaktion das Tor aus 16 Metern noch knapp verfehlt hatte (18.), fiel das 3:1 schließlich im Anschluss an eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen: Melesse Frauendorfs Seitenverlagerung landete bei Çalhanoğlu, der wieder mit einer präzisen Flanke von der linken Seite Beier im Zentrum fand und seinem Angreifer somit zum Doppelpack verhalf (19.).

Vier Minuten vor der Pause sorgte dann eine Flanke von der anderen, der rechten, Seite für das 4:1. Melesse Frauendorf suchte Armindo Sieb am ersten Pfosten und SVWW-Verteidiger Ivo Jurusic lenkte den Ball ins eigene Tor. Das 4:1 zur Pause war auch in der Höhe verdient. Die konsequente Chancenverwertung machte auch Galm als Schlüssel zu dem deutlichen Erfolg aus: „Wenn du gegen Mannschaft von unten die ersten zwei, drei Chancen nicht machst, baust du den Gegner auf. Aber diesmal haben wir es geschafft, frühzeitig die Tore zu erzielen.“

Joker Sanyang und Schmitten schlagen voll ein

Der Torhunger der U17-Junioren war auch im zweiten Durchgang noch nicht gestillt. Vor allem, weil auch die Einwechselspieler viel Schwung und Torgefahr mitbrachten. Galms erster Doppelwechsel sollte sich gleich auszahlen, denn es kamen Max Schmitten und Mamin Sanyang, die an den nächsten drei Toren beteiligt waren. „Das zeichnet uns auch aus“, so Galm. „Wir haben einen tollen Kader und nicht nur elf, sondern 20 gute Spieler.“

Zunächst bediente Schmitten aus halbrechter Position Sanyang mittels eines Passes in die Tiefe, den der Stürmer überlegt in der langen Ecke unterbrachte (52.). Nachdem Sanyang die ganze Hinrunde ausgefallen war, ein besonderer Treffer für den 16-Jährigen, schließlich war es sein erstes U17-Bundesligator. Eine Premiere feierte auch Winterneuzugang Gabriel Wagner, der erstmals für die TSG auflief und somit sein Pflichtspieldebüt im Hoffenheimer Trikot gab.

Çalhanoğlu mit zwei Toren und zwei Vorlagen

Nach dem 5:1 bereitet Rechtsverteidiger Schmitten auch das 6:1 vor, als sein Schussversuch im Strafraum von einem Wehener Verteidiger regelwidrig unterbunden wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sieb sicher zum 6:1. Die Gäste dezimierten sich dann, da Innenverteidiger Konstantin Becker nach einem wiederholten Foulspiel mit der Gelb-Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Danach lagen weitere TSG-Tore in der Luft - und sie fielen.

Am 7:1 war erneut Sanyang beteiligt, dessen Lauf über die rechte Seite mit einer Flanke auf Sieb endete. Der TSG-Stürmer verpasste Sanyangs Hereingabe zwar, doch dahinter stand ein Wehener Verteidiger, der den Ball ins eigene Tor bugsierte. Den Schlusspunkt setzte dann der Kapitän. Nachdem ein Fallrückzieher von Sieb mit der Hand geblockt worden war, verwandelte Çalhanoğlu den Strafstoß sicher zum 8:1. Es war Scorerpunkt Nummer vier für den deutschen U17-Nationalspieler, der zwei Mal selber traf und zwei Tore vorbereitete.

Klare Zielvorgabe vom Cheftrainer

Cheftrainer Galm war auch angesichts der Hinspielniederlage und dem einen oder anderen verlorenen Punkt gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte diesmal sehr zufrieden mit seiner Mannschaft: „Im Hinspiel gegen Wehen hatten wir genauso viele Torchancen, aber haben verloren. Von daher haben es die Jungs heute gut gemacht.“

In der Tabelle bleibt die U17 Dritter und hält den Kontakt zum Führungsduo aus Mainz und München, das mit zwei und sechs Punkten Vorsprung vor der TSG liegt. „An unserer Ausrichtung hat sich nichts geändert“, erklärte Galm. „Wir wollen jetzt aus den letzten sechs Spielen noch sechs Siege holen.“

 

TSG 1899 Hoffenheim – SV Wehen Wiesbaden 8:1 (4:1)
Hoffenheim: Werner – Sejdinović (68. Herth), Krüger, Wagner – Messina – Mele. Frauendorf (55. Schmitten), K. Çalhanoğlu – John (59. K. Özkaya), Melk. Frauendorf – Beier (55. Sanyang), Sieb.
Wehen: Grote – Enders (46. Mlinaku), Jurusic, Becker, Cicatelli – Volk, Huß (58. Ratner) – Dentico, Amin (61. Cinlibas), Cassaniti (54. Mensah) – Kohlbacher.
Tore: 1:0 K. Çalhanoğlu (9.), 1:1 Dentico (12.), 2:1 Beier (13.), 3:1 Beier (19.), 4:1 Jurusic (36., Eigentor), 5:1 Sanyang (52.), 6:1 Sieb (57., Foulelfmeter), 7:1 Ratner (62., Eigentor), 8:1 K. Çalhanoğlu (79., Handelfmeter). Zuschauer: 50. Schiedsrichter: Nico Gallus (Nordrach). Karten: Gelb-Rot für Becker (58.); Gelb für Volk, Mensah, Jurusic.

Daten & Fakten zum Spiel »

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