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AKADEMIE
03.03.2018

U19 holt nach schwachem Start Punkt gegen KSC

Die U19 ist im Bundesliga-Heimspiel gegen den Karlsruher SC nicht über ein 2:2 hinausgekommen, hat aber nach starker Leistungssteigerung im zweiten Durchgang immerhin einen 0:2-Rückstand wettgemacht und die zweite Heimniederlage in Serie verhindert. „Am Ende müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte TSG-Trainer Marcel Rapp mit Blick auf die zähen ersten 45 Minuten.

Die erste Halbzeit im frostig kalten Dietmar-Hopp-Stadion war aus TSG-Sicht zum Vergessen. Im Spielaufbau wollte der Elf von Trainer Marcel Rapp nur wenig gelingen, und nach leichter optischer Überlegenheit in der Anfangsphase ließ sie sich dann von den aggressiv verteidigenden Karlsruhern nach und nach den Schneid abkaufen. Das 0:1 durch Oliver Wähling hatte sich regelrecht angekündigt. Ballverlust, Eckball, Kugel nicht geklärt – und als dann der Ex-Hoffenheimer Luca Egolf aus kurzer Distanz frei zum Schuss kam und TSG-Torhüter Stefan Drljača sogar noch pariert hatte, staubte Wähling freistehend am kurzen Eck ab (22.).

Der KSC bekam nun Oberwasser und die Partie immer besser unter Kontrolle. Die Hausherren wirkten verunsichert, einzig nennenswerte „Torchancen“ waren ein Distanzschuss Noah Schorns, mit dem KSC-Keeper Mario Schragl nicht die geringsten Probleme hatte (29.), und ein Kopfball Steffen Foshags, der jedoch ohne den nötigen Druck am Tor vorbeiflog (35.). Die Karlsruher hingegen blieben bissig. Als Domenico Alberico KSC-Kapitän Janis Hanek am Schuss hindern wollte und von hinten traf, deutete der Unparteiische auf den Punkt. Yannick Becker ließ sich nicht zwei Mal bitten und knallte die Kugel unhaltbar in den Winkel (42.). „Die erste Hälfte war schlecht“, sprach Rapp Klartext. „Schwaches Passspiel, zu viele einfache Fehler, unnötige Fouls. Die Elfmeterszene, in der wir einen Schritt zu spät kommen, war symptomatisch für den ersten Durchgang.“

Otto leitet Aufholjagd ein

In der Pause versuchte Rapp, mit einem Doppelwechsel zu reagieren. Vom Wiederanpfiff weg war der U19 anzumerken, dass sie sich keinesfalls ihrem Schicksal ergeben wollte. David Otto tankte sich im Sechzehner durch, doch sein Schuss wurde von einem Abwehrbein abgefälscht. Dann aber hatte der TSG-Kapitän seinen großen Auftritt, als er nach einer Eckball-Hereingabe Emilian Lässigs sehenswert in die lange Ecke köpfte und mit entsprechenden Motivationsgesten die Aufholjagd initiierte (52.). Keine Minute später hätte auch schon der Ausgleich fallen können, als Alfons Amade die Kugel alleine in Richtung Tor trieb, sich aber zwischen Querpass auf Otto und dem Überlupfen des Torwarts nicht entscheiden konnte und am Ende knapp verzog.

„Nach dem frühen Anschlusstreffer waren wir klar spielbestimmend“, kommentierte Rapp. „Die Pässe sind endlich angekommen und wir sind besser auf den zweiten Ball gegangen.“ Es war die attraktivste Phase der Begegnung, der Egolf zugunsten der Karlsruher eine andere Richtung hätte geben können, als er einen Eckball, der flach an Freund und Feind vorbei rutschte, freistehend aus fünf Metern neben das Tor setzte (58.). Nur kurze Zeit später hatte Filston Mawana das 2:2 auf dem Fuß, brachte aber das Zuspiel Albericos auf den langen Pfosten nicht unter. Die dritte große Gelegenheit hatte Otto nach starker Einzelaktion, die aber schließlich Schragl zunichtemachte. Dennoch eine wichtige Szene für die U19, denn zuvor hatte es den Anschein, dass der durch den Anschlusstreffer entfachte Rückenwind nachzulassen drohte.

Verwirrung um Spielberichtsbogen

In der 79. Minute war es schließlich soweit: Wieder ein Eckball von der rechten Seite, der diesmal bei Nils Anhölcher landete. Der tanzte auf engstem Raum noch einen Gegenspieler aus und zimmerte die Kugel humorlos in den linken Winkel – 2:2. Nun gingen die Hoffenheimer aufs Ganze und wollten die volle Ausbeute mitnehmen, hatten aber auch Glück, dass Wähling die große Chance zur erneuten Karlsruher Führung aus spitzem Winkel liegen ließ, nachdem er zuvor drei Hoffenheimer umkurvt hatte.

In der Schlussphase gab es bei der letzten Einwechslung der Karlsruher noch etwas Verwirrung, weil dem Schiedsrichtergespann erst hier auffiel, dass zwei Spieler in der Startelf standen, die laut Spielberichtsbogen auf der Bank saßen. Auf dem Platz tat sich derweil nichts mehr, Ottos Kopfball nach Flankenball Luis Görlichs strich in der Nachspielzeit am Tor vorbei.

„Wir hätten die Partie gewinnen können, aber aufgrund der schlechten ersten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung“, so Rapp, der kurzfristig auf seinen kranken Spielmacher Christoph Baumgartner verzichten musste. Der Vorsprung an der Spitze der Bundesliga Süd/Südwest vor dem FC Bayern München, der morgen in Nürnberg antritt, beträgt zwar komfortable elf Zähler, allerdings haben die Münchner neben dem Nürnberg-Spiel noch zwei Partien in der Hinterhand.

TSG 1899 Hoffenheim – Karlsruher SC 2:2 (0:2)
Hoffenheim: Drljača – Amade, Lässig, Grimmer (76. Linsbichler), Chana, Elmkies (46. Wöhrle), Alberico, Görlich, Otto, Schorn (67. Anhölcher), Foshag (46. Mawana).
Karlsruhe: Schragl – Jansen, Egolf, Hanek (81. Repka), Goß, Herm (83. Mensah), Becker (90. Bulut), Wähling, Singelmann (70. Zwick), Heers, Trivunic.
Tore: 0:1 Wähling (22.), 0:2 Becker (42., Strafstoß), 1:2 Otto (52.), 2:2 Anhölcher (79.). Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Niklas Dardenne (Nettersheim). Karten: Gelb für Chana, Lässig / Herm, Mensah, Schragl.

Daten & Fakten zum Spiel »

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