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24.01.2018

Bicakcic: "Fahren nicht zum Spaß nach München"

Aufgrund einer Knieverletzung verpasste Ermin Bicakcic große Teile der Vorrunde. Nun - zum Start in die Rückrunde - stand der Abwehrspieler zwei Mal in der Startelf der TSG und verteidigte in der Dreierkette neben Kevin Vogt und Benjamin Hübner. Vor dem Spiel der TSG beim FC Bayern am Samstag, 15.30 Uhr, spricht der bosnische Nationalspieler mit achtzehn99.de über das Duell mit dem Rekordmeister, die für ihn schwierige Hinrunde und Begegnungen mit Sandro Wagner.

Zunächst einmal 'alles Gute zum Geburtstag'. Wie verbringst du deinen 28.?

Ermin Bicakcic: "Mit dem Training sind wir für heute durch, deshalb fahre ich jetzt gleich noch zu meiner Familie und werde mit ihr in aller Ruhe den Tag ausklingen lassen. Die Jungs aus der Mannschaft haben mir heute Morgen natürlich auch schon gratuliert. Sie haben auch ein bisschen gestichelt - mit 28 gehört man hier ja zu den Älteren (lacht). Ich werde auch noch etwas mitbringen in den kommenden Tagen. Vergangenes Jahr gab es Spezialitäten aus meiner Heimat, in diesem Jahr werde ich mir noch etwas anderes überlegen."

Lass uns noch einmal kurz zurückblicken. Die Hinrunde dieser Saison lief für dich nicht wie gewünscht...

Bicakcic: "Ich musste mit meiner Knieverletzung leider lange aussetzen. Für mich war das eine schwierige Zeit. Wir hatten als Mannschaft sehr viele Spiele und ich musste zuschauen, konnte nicht helfen. Da muss man als Profi manchmal eben durch. Letztlich habe ich mich voll auf die Reha fokussiert, um noch stärker wieder zurückzukommen."

Zum Start in die Rückrunde warst du zwei Mal Teil der Startelf. Mit welchem Gefühl bist du in die Partie gegangen?

Bicakcic: "Ich genieße es, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen. Ich bin froh und dankbar, wieder dabei zu sein und alles dafür zu geben, dass wir erfolgreich sind. Ich will auch zukünftig meine Qualitäten einbringen, sodass wir als Mannschaft Erfolg haben. Der Start in die Rückrunde war nicht so wie wir uns das vorgestellt haben, aber wir werden weiterhin hart arbeiten, um wieder in die Spur zu finden."

Du hast kürzlich in einem Interview gesagt, der Fußball habe sich extrem verändert. Woran machst du das fest und hast du als Spieler davon profitiert?

Bicakcic: "Von mir werden heute als Abwehrspieler völlig andere Dinge gefordert als noch vor sieben, acht Jahren, als ich ins Profigeschäft eingestiegen bin. Ich bin viel mehr in das Spiel nach vorne eingebunden und definiere mich nicht nur über Zweikämpfe und Ballgewinne. Mir macht die Entwicklung sehr viel Spaß - ich bin lernwillig und befasse mich gerne mit neuen Anforderungen. Gerade bei einem Trainer wie Julian Nagelsmann sind es viele Sachen, die anders sind. Er hat sehr viele Ideen und ich will das aufsaugen wie ein Schwamm, um noch besser zu werden."

Das wird am Samstag schon nötig sein, beim schwersten Spiel der Saison...

Bicakcic: "In der Bundesliga gibt es kein leichtes Spiel, aber natürlich ist ein Spiel bei den Bayern etwas Besonderes. Sie haben eine unglaubliche Qualität, sind die einzige Mannschaft, bei der die Spieler zwölf bis 22 ebenso viel Qualität haben wie die erste Elf. Sie haben sich einen enormen Vorsprung erspielt und sind nur sehr schwer zu schlagen. Seit dem Trainerwechsel zu Jupp Heynckes sind sie noch besser geworden. Sie sind auf dem besten Weg, zu alter Stärke zurückzufinden."

Und dennoch habt ihr die vergangenen beiden Duelle mit dem Rekordmeister gewonnen.

Bicakcic: "Das stimmt. Wir konnten die vergangenen Spiele positiv gestalten. Auch vor diesen Spielen waren wir der Außenseiter. Letztlich ist es ein Fußballspiel - elf gegen elf. Wir werden sehen, wer sich durchsetzt. Ganz sicher ist eines: Wir fahren nicht zum Spaß nach München, sondern haben das Ziel, etwas mitzunehmen. Wenn das nicht so wäre, würde ich den Nachmittag zu Hause mit meiner Familie verbringen."

Gegen welchen Bayern-Stürmer würdest du am Samstag lieber kämpfen: Robert Lewandowski oder Sandro Wagner?

Bicakcic: "Das ist mir wirklich völlig egal. Auf dem Platz mache ich keine Unterschiede, habe keine Freunde. Nach der Partie kann ich mit Sandro, aber auch mit Niki und Basti wieder flachsen, aber auf dem Platz geht es zur Sache. Da ruht die Freundschaft. Es kann schon sein, dass ich mit Sandro auch mal verbal aneinandergerate."

Wie könnt ihr die Bayern am Samstag erneut schlagen?

Bicakcic: "Wir wissen, wie stark die Bayern sind, wir wissen auch, dass wir nicht immer alles verteidigen werden können, was auf uns zukommt, aber wir wissen auch, dass wir sie mit einem perfekten Spiel wieder bezwingen können. Julian und das Trainerteam werden uns wieder einen Plan mit auf den Weg geben, den wir voll umsetzen müssen. Dazu müssen voller Fokus, Leidenschaft und Konzentration kommen."

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