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20.05.2016

Kevin Volland: "Das war schon Wahnsinn"

Kevin Volland verlässt die TSG in Richtung Leverkusen - nach über 140 Spielen und fast 40 Toren für "Hoffe". Kurz vor seinem Abschied als TSG-Spieler spricht er über seine Zeit im Kraichgau, die Gründe für seinen Wechsel und weiß, wem er zu danken hat.

Kevin, nach fast 150 Spielen sagt du 'Tschüss TSG, tschüss Kraichgau" - welche Gefühle sind mit deinem Wechsel verbunden?

Kevin Volland: Dieser Schritt war nicht einfach für mich. Ich habe hier großartige Jahre erlebt und viele Freunde gewonnen. Dieser Klub ist mir ans Herz gewachsen, es ist ein geiler Verein, mit dem ich Vieles durchgemacht habe. Zwei Mal haben wir gegen den Abstieg gespielt, zwei Mal hatten wir richtig gute Spielzeiten. Da bleibt einiges hängen. Der letzte Spieltag 2012/13 in Dortmund, die Relegation gegen Kaiserslautern - das war schon Wahnsinn. "Hoffe" hat mich vom TSV 1860 München in die Bundesliga geholt. Ich habe hier mein erstes Tor im Oberhaus geschossen. Das  werde ich  nie vergessen. Auch in dieser Saison gab es emotionale Momente: Das schnelle Tor gegen die Bayern, der Last-Minute-Ausgleich gegen Köln und auch der letzte Spieltag. Die Verabschiedung durch die Fans, die uns in dieser schweren Spielzeit oft getragen haben, war grandios.

Dennoch hast du dich nun für Leverkusen entschieden?

Volland: Nach vier Jahren bei der TSG ist es Zeit für etwas Neues, Zeit für den nächsten Schritt. Ich bin stolz auf die Entwicklung, die Hoffenheim und ich persönlich in den vergangenen Jahren genommen haben. Aber ich habe entschieden, dass ich mich nun neu orientiere, um weiter voranzukommen. In Leverkusen bekomme ich die Chance, Champions League zu spielen, mich Woche für Woche mit den Besten Europas zu messen. Diese Möglichkeit wollte ich wahrnehmen.

Gibt es Menschen, denen du zum Abschluss danken möchtest?

Volland: Da wäre an allererster Stelle Direktor Profifußball Alexander Rosen zu nennen, der mir in guten wie in schlechten Zeiten mit Rat und Tat zu Seite stand. Dann natürlich die Trainer. Ganz besonders auch die Fans. Es gibt viele Menschen, die mich durch die Jahre bei der TSG begleitet haben, die Einfluss auf mich hatten, dir mir geholfen haben, mich zu entwickeln. Dazu gehört natürlich auch Dietmar Hopp, zudem viele andere, die ich nun nicht alle namentlich aufzählen kann.

Du erwähnst die TSG-Fans. Wie hast du den Support empfunden?

Volland: In unserem Stadion haben wir immer eine tolle Stimmung gehabt. Unsere Fans haben uns mit ihrer Loyalität und ihrem Support zwei Mal im Abstiegskampf extrem geholfen. Ich habe mich hier im Kraichgau, bei der TSG und in Heidelberg immer wohl gefühlt.

Hast du schon Zeit gehabt, an dein erstes Spiel gegen die TSG zu denken?

Volland: Nein, aber das wird natürlich etwas Besonderes, wenn ich dann mit Leverkusen zu einem Auswärtsspiel in den Kraichgau reise und so viele bekannte Gesichter treffe. Das klingt brutal nach Floskel, aber die TSG war vier Jahre lang wie ein Zuhause.

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