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CAMPUS
25.03.2016

Dallas Cup, Tag 10 / Kaltenbach zieht positive Bilanz

Tag 10 in Dallas. Dem Vormittagstraining als Vorbereitung auf den VfB Stuttgart folgte das Freizeitprogramm in den Gastfamilien, einige Jungs spielten Golf, andere gingen ins Kino oder frönten dem Jet-Ski. Mittlerweile steht auch die Finalpaarung des 37. Dallas Cups fest. Im rein englischen Endspiel stehen sich am Sonntag Everton und ausgerechnet Fulham, das die Hoffenheimer beim 3:3 am Haken hatten, gegenüber. Für Coach Matthias Kaltenbach Zeit, Bilanz zu ziehen.

Wieder waren die Hoffenheimer auf dem Sportgelände der Greenhill School zu Gast, diesmal hatten sie beide Rasenplätze für sich allein. Kaltenbach läutete in einer rund 90-minütigen Einheit mit verschiedenen Spielformen die Vorbereitung auf die Restrunde in der Bundesliga ein. Fünf Minuten vor Trainingsende – die Spieler waren bereits beim lockeren Auslaufen – stürmte ein „Security Officer“ aufs Feld. Der sichtlich nervöse Mann trug ein Schildchen, das ihn als Mr Griffiths auswies, sowie einen markanten Bierbauch unter seinem knallengen gelben T-Shirt. Mit zitternder Stimme wies er Team-Manager Kai Rosar darauf hin, dass kein Team für diesen Tag gemeldet sei und das Team sofort das Feld verlassen müsse. In seiner Resolutheit ließ er sich auch nicht durch den Hinweis beirren, dass in fünf Minuten ohnehin Schluss sei. Erst ein paar Telefonate später, die die Kommunikationspanne ausräumten, schwenkte Mr Griffiths um, bestätigte, dass alles seine Richtigkeit habe und die Hoffenheimer nun gerne weiter machen könnten. Doch da waren die Spieler längst zum Parkplatz gelaufen, wo die Gastfamilien ausgeharrt hatten und zur Abfahrt bereit waren.

„Unser sportliches Ziel, vier bis fünf Spiele zu bestreiten, haben wir leider verpasst“, fasste Kaltenbach das frühe Ausscheiden in der Gruppenphase zusammen. Dass die Hoffenheimer aber mit Ausnahme der 0:3-Niederlage gegen Monterrey durchaus auf Augenhöhe waren, beweist die Tatsache, dass Fulham (3:2 gegen Fluminense) am Karfreitag ins Finale einzog. Gegen die Londoner hatte die TSG nach einem Blackout in der Anfangsviertelstunde dominiert, ein 0:3 in ein 3:3 umgewandelt und zahlreiche Chancen liegen gelassen, so dass Fulhams Trainer Steve Wigley am Ende mit dem einen Punkt sehr zufrieden war.

Stärkere Gruppe als im Vorjahr

Als Ursache für das Vorrundenaus machte Kaltenbach die vielen eigenen Fehler, die zu Gegentoren führten, verantwortlich. „Wir haben zwei Spiele sehr ordentlich bestritten, nur gegen Monterrey waren wir nicht auf der Höhe und geistig weniger frisch als die Mexikaner. Vor dem Hintergrund, dass wir drei verschiedene Systeme gespielt haben und wir unsere Ankündigung, dass alle Spieler viel Einsatzzeit erhalten werden, umgesetzt haben, war die Leistung in Ordnung.“

In der Tat hat Kaltenbach vieles ausprobiert, jedem fitten Spieler genügend Minuten gegeben und mit unterschiedlichen Startaufstellungen agiert. „Es sind leider einige Jungs ausgefallen, mit denen wir fest geplant hatten.“ Ein Johannes Kölmel oder auch ein Robin Hack, dessen Comeback nach seiner schweren Verletzung im August eigentlich für Dallas geplant war, hätten dem Hoffenheimer Spiel sicherlich gut getan. Die Bilanz von 0-2-1 sei angesichts einer gegenüber dem Vorjahr deutlich stärkeren Gruppe aber nicht so schlecht, wie sie sich liest, so „Coach K“.

„Wir haben nichtsdestotrotz wichtige Erkenntnisse gewonnen und gehen mit einem positiven Gefühl nach Hause“, so Kaltenbach weiter. „Jedes System hat weitgehend funktioniert und bei den Dingen, die nicht geklappt haben, wissen wir, wo wir ansetzen müssen.“ Nun liegt der Fokus also auf der Bundesliga und den VfB. „In der Hinrunde war das eine knappe Angelegenheit. Nach dem Anschlusstreffer hat uns der VfB teilweise dominiert, daher wissen wir, was auf uns zukommt. Aber wir wollen auch dieses Spiel positiv gestalten uns sehen die Partie als wichtigen Gratmesser für das Saisonfinale. Unser Ziel bei zwölf Zählern Vorsprung auf Rang drei muss natürlich das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft sein, alles andere wäre unglaubwürdig.“

Sportlicher Ausgleich beim Jet-Ski

Auch wenn es für Hack noch nicht zum Comeback gereicht hat, so haben wenigstens mit Kapitän Patrick Kapp und Keeper Luca Bieber zwei weitere Langzeitverletzte ihre Rückkehr auf den Platz gefeiert. „Für die beiden freut es mich besonders“, sagte Kaltenbach. „Luca hätte es sich vor wenigen Wochen noch nicht erträumt, seinen 19. Geburtstag in Dallas zu feiern und nach zweieinhalb Jahren Pause wieder zwischen den Pfosten zu stehen. Und bei ‚Kappo‘ hat die Reaktion seiner Teamkollegen bei seiner Einwechslung in Spiel eins, als alle applaudiert haben, Bände gesprochen.“

Am Samstag hat die Gastfamilie von Lukas Hoffmann, Semi Belkahia, Timo Teufel und Luca Bieber zur traditionellen BBQ-Abschlussparty eingeladen. Die Gastbrüder vom Solar Chelsea SC haben ebenfalls die K.o.-Spiele verpasst. Den Freitagnachmittag verbrachten einige Jungs beim Jet-Ski und hatten sichtlich Spaß dabei. Andere hatten bereits in den Tagen zuvor beim Golfen einen sportlichen Ausgleich gefunden.

 

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