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FRAUEN
02.12.2015

Pankratz: "Mein schwerstes Spiel gewonnen"

Leonie Pankratz war auf der linken Abwehrseite der TSG-Frauen nicht mehr wegzudenken. Stammspielerin, gute Leistungen. Dann verletzte sie sich an der Achillessehne. Hinter ihrem Comeback stand ein Fragezeichen. Aber sie hat an sich geglaubt und ist zurück.

Nach deiner Verletzung bist du wieder zurück auf dem Platz. Wie fühlt es sich an?

Leonie Pankratz: Ich sage nur zwei Worte: Unbeschreiblich gut! 

Was für eine Verletzung hattest du denn genau?

Pankratz: In der vergangenen Saison beim Spiel in Herford im März habe ich einen heftigen Tritt an die Ferse bekommen. Wir haben das Spiel gewonnen und den Klassenerhalt perfekt gemacht. Die Freude hat den Schmerz überspielt. Danach hat sich aber herausgestellt, dass ich eine hartnäckige Entzündung an der Achillessehne hatte. Und es hat leider sehr lange gedauert, bis ich wieder fit war.

Wie hast du diese Zeit erlebt?

Pankratz: Es war eine neue Situation für mich und defintiv die härteste Zeit in meiner bisherigen Karriere. Anfangs konnte mir niemand sagen, wann bzw. ob ich überhaupt nochmal zurückkommen werde. Ich musste erstmal lernen, mit so einer Nachricht umzugehen - dafür habe ich Zeit gebraucht. Ich habe dann aber einfach angefangen, an mich und daran zu glauben, wieder zurückzukommen. Ich habe es als eine Herausforderung gesehen. Sieben Monate habe ich an meinem Comeback gearbeitet und am Ende mein bisher schwerstes Spiel gewonnen. Ganz alleine habe ich das nicht geschafft. Ich hatte die Unterstützung meiner Familie und den Physiotherapeuten sowie Rehatrainern in der achtzehn99-Reha - das hat mir sehr geholfen.

Du musstest bisher alle Spiele der Bundesliga von außen verfolgen - was ist dir aufgefallen und warst du überrascht, dass es so gut lief?

Pankratz: Ich bin sehr glücklich, dass wir gerade zu Beginn der Saison so viele Punkte gesammelt haben. Es waren viele schöne Spiele und sehenswerte Spielzüge dabei. Die Arbeit im Training hat gefruchtet und es ist auch schön zu sehen, dass sich einige Spielerinnen im Vergleich zur vergangenen Saison nochmals steigern konnten.

Um Spielpraxis zu sammeln, hast du zuletzt in der zweiten Mannschaft gespielt. Es läuft gut. Hast du eine Idee, warum?

Pankratz: Die zweite Mannschaft hat viele junge und talentierte Spielerinnen. Die Arbeit mit Talenten ist die Philosophie des Vereins und diese geht bei der zweiten Mannschaft momentan perfekt auf. Das Team ist außerdem eine Einheit. Zusammen mit der spielerischen Klasse und individuellen Qualität erklärt das auch den Tabellenplatz.

Und wie wichtig ist die zweite für die erste Mannschaft?

Pankratz: Ich denke, es ist für jeden Verein sehr gut, eine zweite Mannschaft zu haben. Einerseits haben Langzeitverletzte die Möglichkeit, wieder Spielpraxis zu sammeln. Das kommt mir momentan natürlich auch zu Gute. Andererseits wird der Kader der Ersten damit auch indirekt erweitert, denn Spielerinnen, die sich dort gut präsentieren, bekommen die Chance, hochzurutschen. 

Am Sonntag spielt ihr in Bremen - was muss sich im Vergleich zum Spiel beim zweiten Aufsteiger Köln ändern?

Pankratz: Wir müssen die Torchancen konsequenter nutzen. Ansonsten arbeiten wir jede Woche hart und wissen, dass auch ein Spiel gegen einen Aufsteiger kein Selbstläufer wird. Wir müssen am Sonntag geschlossen auftreten, taktisch diszipliniert spielen und den absoluten Willen haben, das Spiel für uns zu entscheiden. Dann wird es schwer für Bremen.

Wann sehen wir dich wieder in der Bundesliga?

Pankratz: Ich finde, ich habe im Training gute Leistungen gebracht und wäre für Sonntag bereit. Ich hoffe, die Trainer sehen das genauso.

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