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13.04.2014

Keine Überraschung, aber gut verkauft: TSG verliert in Potsdam

Die TSG 1899 Hoffenheim ist beim 1. FFC Turbine Potsdam an einer Überraschung vorbeigeschrammt. Hoffenheim wehrte sich tapfer gegen den Favoriten und Meisterschaftsanwärter, musste sich aber mit 0:3 (0:1) geschlagen geben.

Drei Wochen lag das letzte Spiel zurück, Trainer Ehrmann hatte gehofft, dass seine Mannschaft das zuletzt gesammelte Selbstbewusstsein mit ins Spiel beim Champions-League-Halbfinalisten nehmen könnte. Eine Umstellung musste das Trainerteam vornehmen – zwischen den Pfosten. Alisa Vetterlein und Kristina Kober fehlten beide verletzt und damit kam Martina Tufekovic zu ihrem Bundesligadebüt.

Und sie bekam gleich eine Menge zu tun. Denn Potsdam riss das Spielgeschehen von Beginn an an sich. Besonders in der ersten viertel Stunde wurde es vor dem Hoffenheimer Tor mehrere Male brenzlig. Nach den Schüssen von Genoveva Anonma und Pauline Bremer, die Tufekovic parierte, forderte Ehrmann „mehr Aggressivität“ von seinen Spielerinnen.

Steigerung nach Gegentor

Die TSG kam besser ins Spiel, nahm die Zweikämpfe aggressiver an und konnte über Christine Schneider und Mana Iwabuchi auch öfter für Entlastungsangriffe sorgen. Vorher hatte sie bei einem Lattenschuss von Johanna Elsig aber Glück und musste in der 15. Minute das 0:1 durch Ada Hegerberg hinnehmen.

Potsdam blieb weiterhin die spielbestimmende Mannschaft, Chancen hatte es im Vergleich zur Anfangsphase aber deutlich weniger. Das lag auch an der Steigerung der Hoffenheimerinnen in den Bereichen Aggressivität und Einsatz.

Doppelchance Hoffenheim

Auch nach der Pause kontrollierte der Meisterschaftsanwärter das Spiel, aber die TSG spielte jetzt auch offensiv mit und hatte die erste gute Möglichkeit. Nach Iwabuchis Vorarbeit zog Moser aus 18 Metern ab. Nur knapp senkte sich der Ball über die Latte. Kurz darauf versuchte es Iwabuchi selbst aus der Distanz – wieder drüber.

In der Defensive arbeitete 1899 gut, Potsdam versuchte sich vor allen Dingen über die Außenbahnen Chancen zu erspielen, kam aber kaum noch zu gefährlichen Torabschlüssen. Eine Kopfballmöglichkeit vereitelte Tufekovic, im direkten Gegenzug konnte Turbine Mosers Hereingabe klären.

Die Gastgeberinnen drehten dann aber nochmal etwas mehr auf. Das Resultat: Zweiter Treffer für Potsdam in der 77. Minute durch Julia Simic. Drei Minuten vor dem Ende sollte dann auch noch das 0:3 folgen, das Anonma per Kopf erzielte. Es war ein verdienter Sieg für den neuen Tabellenführer der Bundesliga, aber aufgrund der guten kämpferischen Leistung konnte die TSG die Rückreise dennoch mit einem guten Gefühl für die kommende Partie am 27. April beim SC Freiburg antreten. "Auf diese Leistung können wir aufbauen und ich bin trotz null Punkten zufrieden", sagte Coach Ehrmann.

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