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14.09.2013

Patrick Herrmann: "In Hoffenheim haben wir nicht gut ausgesehen"

Patrick Herrmann ist 22 Jahre jung, aber schon ein Gladbacher Urgestein. Am vierten Spieltag gegen Bremen absolvierte er seinen 100. Bundesliga-Einsatz für die "Fohlen". Vor dem Spiel der TSG gegen die Borussia am Sonntag, 15. September, 15.30 Uhr, sprach der Offensivspieler über sein Jubiläum, die bisherige Auswärtsschwäche, ein Treffen mit Dirk Nowitzki und das Duell mit 1899.

Hallo Patrick, gegen Bremen hast du dein 100. Bundesliga-Spiel absolviert. Mit 22 Jahren. Das können nicht so viele Spieler von sich behaupten. Da spielt ein gewisser Stolz doch sicher eine Rolle, oder?

Patrick Herrmann: Als kleiner Junge habe ich immer davon geträumt, einmal in der Bundesliga zu spielen. Das war immer mein Ziel. Dass ich jetzt in diesem Alter schon 100 Spiele absolviert habe, ist einfach klasse. Ein wenig stolz bin ich darauf schon. Schön war natürlich auch, dass wir meine 100. Partie gegen Bremen 4:1 gewonnen haben und ich ein Tor geschossen habe. Aber darauf ausruhen oder einen Gang zurückschalten, darf ich jetzt nicht.

Auswärts lief es für euch bisher noch nicht so rund. Die sechs Punkte habt ihr zuhause geholt. Woran liegt, das? Oder gibt es gar keinen Trend nach vier Spieltagen?

Herrmann: Wir haben gegen die Bayern und Bayer verloren, das sind zwei Topteams der Bundesliga. Trotz alledem haben wir auch dort nicht schlecht gespielt. In den Heimspielen waren wir bis jetzt sehr präsent. Die waren schon ziemlich gut, und die sieben Tore vor eigenem Publikum sind schon eine gute Ausbeute. Es läuft alles ganz gut, und wenn wir so weitermachen und unsere Chancen nutzen, werden wir auch bald auswärts punkten. Dann können wir vielleicht auch in Hoffenheim, wo wir in den letzten Jahren nicht so gut ausgesehen haben, etwas mitnehmen.

Seit dem letzten Bundesliga-Spieltag sind zwei Wochen vergangen. Ist das für dich eine willkommene Pause oder bringt es dich eher aus dem Rhythmus?

Herrmann: Das war die erste richtige Länderspielpause nach langer Zeit für mich. In den vergangenen Jahren war ich immer mit der deutschen U21 unterwegs. Es war etwas ungewohnt, aber auch schön mal zur Familie nach Hause zu fahren. Aus dem Rhythmus bin ich nicht gekommen, wir haben trainiert und hatten schließlich auch das Testspiel bei Dynamo Dresden.

Im Sommer hast du Dirk Nowitzki getroffen. Was war dein Eindruck vom NBA-Star und wie schlägst du dich selbst beim Basketball?

Herrmann: Dirk ist ein guter Typ und ein großartiger Sportler. Beim Basketball ist er sicher besser aufgehoben als beim Fußball (schmunzelt). In meiner Freizeit spiele ich ab und an selbst Basketball, besonders häufig, wenn ich meinen Bruder in der Heimat besuche. Aber auch ich bin deutlich besser auf dem Fußballplatz aufgehoben (lacht).

Du scheinst in der Luft mit deinen 1,79 Metern ein wahrer Riese zu sein. Immerhin hast du 100 Prozent deiner Kopfballduelle in dieser Saison gewonnen. Machst du spezielles Sprungkrafttraining?

Herrmann: (grinst) Spezielles Sprungkrafttraining machen wir nicht. Kopfbälle zählen eigentlich nicht zu meinen Stärken, aber scheinbar hat es in dieser Saison ja ganz ordentlich geklappt.

1899 hat bis zur Niederlage in Stuttgart in dieser Spielzeit guten, attraktiven Fußball gespielt. Wie schätzt du Hoffenheim vor der Partie am Sonntag ein?

Herrmann: Für mich steht außer Frage, dass Hoffenheim über eine enorme Qualität verfügt. Durch den Klassenerhalt in der Relegation hat das Team zusätzlich Kraft gezogen. Das hat man in den ersten Partien gesehen. Beim Spiel gegen Stuttgart lief wirklich viel schief für die Hoffenheimer. Für mich war das 2:6 ein Ausrutscher. Aber nach einer solchen Niederlage will jede Mannschaft Widergutmachung betreiben. Wir sind gewarnt.

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