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U23
16.02.2012

U23/Namibia: Das Team hinter dem Team (3) – Die Betreuer

Seit dem 8. Februar befindet sich die U23 mit Unterstützung von „Air Namibia“ und des „Namibia Tourism Board“ im Trainingslager in Windhoek. Damit Trainer Frank Kramer neben den perfekten organisatorischen Bedingungen auch sportlich auf höchstem Niveau arbeiten kann, benötigt er einen starken Stab. Wir stellen das Team hinter dem Team vor.

In Neudeutsch heißen sie „Equipment Manager“, aber Willi Heinlein, Arno Schneider und Timo Maag (auf dem Bild von links nach rechts) halten es lieber mit dem alteingesessenen „Betreuer“. Und betreuen bedeutet, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Dazu gehört in erster Linie die regelmäßige Reinigung der Trainingskleidung. In Zimmer 118 steht ein Bottich bereit, in dem die schmutzige Wäsche hineingeworfen wird – und am nächsten Tag wie durch Zauberhand zur Abholung bereit liegt. Der ganze Ablauf dazwischen will mit dem Hotelpersonal sehr gut koordiniert sein. Zudem muss das ganze Trainingsmaterial – Bälle, Hütchen, Stangen etc. – pünktlich bereitgestellt und über die Dauer des Trainingslagers verwaltet werden. Während der Einheiten, die nicht auf Eis, sondern bei sommerlichen Temperaturen über die Bühne gehen, sind die Betreuer für die Bereitstellung der Getränke verantwortlich. Und natürlich dafür, dass die Plätze in einwandfreiem Zustand wieder verlassen werden. Insgesamt zehn Kisten haben die Drei gepackt und nach Windhoek transportiert, einige davon beinhalteten allerdings auch sehr viele Geschenke in Form von Trikots, Hosen etc.

Timo Maag ist der jüngste der Truppe. Der Reihener ist seit 2008/09 im Team und in Hoffenheim alles andere als ein Unbekannter. Von 2002 bis '07 schnürte der 30-Jährige, der am Tag des Rückflugs seinen 31. Geburtstag feiert, selbst für „Hoffe zwo“ die Stiefel. Vom Verbandsligisten SV Sinsheim kommend, spielte er unter dem damaligen Trainer Roland Dickgießer einige Jahre in der Oberliga im defensiven Mittelfeld, ehe er mit der Zeit nach rechts hinten wanderte und schließlich 2007 aufgrund massiver Kniebeschwerden seine Laufbahn beenden musste. Nach einem Jahr Pause ist er also wieder – in anderer Funktion – wieder ins Team zurückgekehrt und hilft wenn Not am Mann ist auch noch als Spieler im Training aus. In der Truppe wird Maag, der sich noch immer in der A-Klasse beim SV Reihen fit hält, eigentlich nur „Wuchter“ genannt. „Ein ehemaliger Mitspieler sagte mal in der Kabine zu mir, ich solle unbedingt in die nächste Werkstatt gehen und meine krummen Füße auswuchten lassen.“ So hatte Maag seinen Spitznamen weg. „Dabei hatte er die krümmsten Füße, die ich jemals gesehen habe.“

Willi Heinlein ist nicht nur gebürtiger Hoffenheimer, sondern auch seit 1963 Vereinsmitglied. Zunächst bei den Turnern, später bei den Fußballern. Seine beiden Brüder Horst und Achim engagieren sich ebenfalls schon seit Jahren bei 1899 Hoffenheim, wobei nur Willi einst sogar das Präsidentenamt innehatte. „Das war Ende der 80er. Der Posten war vakant und mich hat geärgert, dass viele Leute nur geredet, aber nichts gemacht haben. Also habe ich das Amt für zwei Jahre übernommen.“ Zuvor war er als Spieler aktiv, „solange es die Knochen eben mitgemacht haben“. Anschließend übernahm er vom A-Jugend-Trainer bis zum Co-Trainer der ersten und zweiten Mannschaft mehrere Übungsleiterposten und feierte als Assistent Roland Dickgießers 2003 den Oberliga-Aufstieg. Die Relegationsspiele gegen den FC Emmendingen sowie gegen Heidenheim, das damals noch als SB firmierte, sind für ihn unvergessen. Gemeinsam mit Bruder Achim führt Willi Heinlein die Geschäfte der „Heinlein Büro- und Computertechnik“ in Heidelberg und aufgrund der beruflichen Verpflichtungen beschränkt er sich nun als Betreuer in der Regel auf Wochenendeinsätze. Namibia ist nicht das erste Trainingslager, das er mitmacht. „Aber das beeindruckendste“, versichert er.

Arno Schneider ist der Dritte im Bunde. Der pensionierte Polizist kannte „die ganzen Kerle“ schon vor seinem Engagement in Hoffenheim, da sie regelmäßig ihre Trainingslager im Neunkirchener „Hotel Stumpf“ absolvierten und Schneider im benachbarten Breitenbronn (Aglasterhausen) zu Hause ist. „Ich war immer als Zuschauer dabei und als ich in Rente ging, fragte mich der damalige Trainer Rainer Scharinger, ob ich nicht als Betreuer einsteigen wolle, da er auch unter der Woche jemanden benötigte.“ Schneider wollte und ist seit 2008 fester Bestandteil des Teams. „So ein Trainingslager wie dieses werden wir so schnell nicht mehr erleben“, sagt er. Ganz egal, ob als Equipment Manager oder als Betreuer.

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