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24.08.2012

Ter Stegen: "Auf diesem Niveau werden Fehler gnadenlos bestraft"

Es sind Momente wie diese, die einen jungen aufstrebenden Torhüter nachhaltig prägen. Nach der Roten Karte gegen Ron-Robert Zieler warf Bundestrainer Joachim Löw Marc-Andre ter Stegen beim Gastspiel von Messi und Co. ins kalte Wasser. Gleich bei seiner ersten Aktion parierte der Gladbacher Schlussmann einen Elfmeter des Weltfußballers. "Ich war sehr froh, gleich zu Beginn den Elfmeter zu halten. Das war ein schönes Gefühl", sagt ter Stegen im achtzehn99.de-Interview.

Herr ter Stegen, eine bewegte Woche liegt hinter Ihnen. Wie sehr hat Sie der gehaltene Elfmeter gegen Lionel Messi in den Tagen nach dem Länderspiel gegen Argentinien noch beschäftigt?

Ter Stegen: Es ist immer schwierig, kalt in ein laufendes Spiel zu kommen. Daher war ich sehr froh, gleich zu Beginn den Elfmeter zu halten. Das war ein schönes Gefühl, allerdings habe ich mich nach dem Abpfiff nicht mehr besonders darüber freuen können, da wir das Spiel verloren haben. Mit zehn Mann ist es natürlich schwer, etwas gegen die Argentinier zu bewirken - aber 1:3 muss man so eine Partie auf keinen Fall verlieren.

Im Pokal sind sie souverän eine Runde weiter gekommen, in der Champions League-Qualifikation haben sie das Hinspiel 1:3 gegen Dynamo Kiew verloren. Wie bewerten Sie den Pflichtspielauftakt der Borussia?

Die Hürde im Pokalspiel bei Alemannia Aachen haben wir souverän gemeistert. Wenn man bedenkt, dass sechs Bundesligisten in der ersten Runde ausgeschieden sind, war der 2:0-Sieg auf dem ausverkauften Tivoli schon ein guter Start, denn man kann nicht erwarten, dass man da so souverän durchmarschiert. Gegen Kiew haben wir gut begonnen, sind dann aber für Fehler gnadenlos bestraft worden. Auf diesem hohen Niveau ist das eben leider so, dennoch gibt es noch ein Rückspiel, und da werden wir noch einmal alles versuchen.

Nach der erfolgreichen letzten Spielzeit gab es bei der Borussia einen kleinen Umbruch. Mit Marco Reus, Roman Neustädter und Dante haben drei Leistungsträger den Klub verlassen. Konnten die Abgänge durch die Verpflichtungen von Luuk de Jong, Alvaro Dominguez und Granit Xhaka – um nur einige zu nennen – kompensiert werden?

Natürlich waren die drei Spiele sehr wichtig für uns. Aber Borussia hat sich viel Mühe gegeben, um wieder eine hohe Qualität in die Mannschaft zu bringen. Die neuen Spieler sind allesamt hervorragende Fußballer und ich denke, dass sie die Abgänge kompensieren werden. Wir haben jetzt andere Charaktere im Team, aber sie passen sowohl menschlich als auch sportlich gut zu uns.

Drei Tage nach dem Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim wartet das Rückspiel in Kiew. Wie schwer fällt es dabei, den Fokus auf das Spiel am Samstag zu legen und Kiew beiseite zu schieben?

Unsere Devise ist auch in dieser Saison, dass wir von Spiel zu Spiel schauen müssen. Jetzt steht der Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim an, und dieses Spiel hat für uns jetzt die höchste Priorität. Die Bundesliga ist und bleibt unser Hauptgeschäft. Deshalb ist es wichtig, dass wir am Samstag gewinnen und uns so Selbstvertrauen für die kommenden Partien holen.

Hoffenheim musste nach dem 0:4 im DFB-Pokal einige Häme einstecken und hat einiges gut zu machen. Was erwarten Sie vor diesem Hintergrund für eine Partie im BORUSSIA-PARK?

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Bundesligist gegen einen unterklassigen Verein ausscheidet, so etwas passiert immer wieder. So ist der Pokal. Die Bundesliga ist damit nicht zu vergleichen, daher sollte man keine Rückschlüsse daraus ziehen. Ich erwarte eine hochkonzentrierte Hoffenheimer Mannschaft, die nach dem Pokal-Aus sicher etwas gut machen will. Wir werden aber alles dafür tun, die Punkte im BORUSSIA-PARK zu behalten.

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