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U23
23.12.2011

U23-Rückblick: Trainerwechsel, tolle Serien und kleine Durststrecken

Es war ein sehr abwechslungsreiches Jahr für Hoffenheims zweite Mannschaft. Als Aufsteiger in die Regionalliga Süd hatte sich die U23 zur Winterpause längst in der neuen Spielklasse etabliert und durfte sich im Frühjahr noch berechtigte Chancen auf den Aufstieg machen. Mittendrin im Rennen verließ Trainer Markus Gisdol den Klub, für ihn kam im Sommer Frank Kramer, der sich im September über eine beeindruckende Serie seiner Elf freuen durfte. Ein Rückblick.

JANUAR

Das Jahr 2011 begann für die U23 in Mannheim mit dem obligatorischen Laktattest. Während sich Cheftrainer Markus Gisdol mitten in der Fußballlehrer-Ausbildung befand, waren am 12. Januar auf dem Olympiastützpunkt der MTG Mannheim alle Mann an Bord. Zwei Tage später sprangen zwei von ihnen ab: Die Verträge mit Younes Bahssou (Wormatia Worms) und Uwe Schlottner (SC Wiedenbrück) wurden aufgelöst. Und unmittelbar nach dem Trainingslager im türkischen Side – bei dem es ein 1:1 gegen Polonia Warschau und ein beachtliches 0:2 gegen den Europa-League-Teilnehmer Steaua Bukarest gab – verließen auch Marco Terrazzino und Pascal Groß Hoffenheim in Richtung Zweite Liga. Beide heuerten beim Karlsruher SC an.

FEBRUAR

Der Februar stand ganz im Zeichen der Vorbereitung. Die Leistung in den Testspielen war trotz zweier Erfolge gegen die SpVgg Neckarelz (3:2) und beim SV Waldhof Mannheim (2:1) eher durchwachsen. Den Siegtreffer am Mannheimer Alsenweg markierte fünf Minuten vor dem Ende Christoph Hemlein auf Vorarbeit von Roberto Firmino. Mit einem 1:1 bei der SG Sonnenhof Großaspach, die Ende Oktober die drei Jahre währende Unbesiegbarkeit der U23 im Dietmar-Hopp-Stadion beendet hatte, startete die Gisdol-Elf in die Restrückrunde.

MÄRZ

Die U23 schien das Siegen verlernt zu haben. Denn auch bei den Stuttgarter Kickers (0:1) und zu Hause gegen Darmstadt 98 (1:1) gab es keinen Dreier. Im Nachhinein waren das aber durchaus akzeptable Resultate, schließlich standen die „Lilien“ am Saisonende auf Rang eins und stiegen in die 3. Liga auf, während die Degerlocher nur knapp dahinter Vizemeister wurden. Den ersten Sieg 2011 gab es schließlich am 20. März beim 1:0-Heimerfolg gegen den 1.FC Nürnberg II zu bejubeln. Gisdol gewährte den Pressevertretern anschließend in den Katakomben einen Ausblick auf die kommende Partie bei 60 München II – und verabschiedete sich wenige später als neuer Schalker Co-Trainer nach Gelsenkirchen.

APRIL

Mit Interimscoach Otmar Rösch und zwei A-Jugendlichen starteten die jungen Hoffenheimer mit dem 1:0-Sieg an der Grünwalder Straße eine Serie, im April verlor „Hoffe zwo“ kein Spiel und meldete plötzlich wieder leise Ansprüche im Aufstiegsrennen an. Ende des Monats wurde bekannt, dass Frank Kramer, aktueller Trainer der SpVgg Greuther Fürth, in der neuen Saison die Nachfolge Markus Gisdols antreten würde.

MAI

Der 4:3-Sieg beim dadurch entthronten Spitzenreiter Hessen Kassel war so etwas wie der Saisonhöhepunkt. Mit ausgedünntem Kader, mehreren A-Jugendlichen und vor über 7.000 Zuschauern gewannen die Hoffenheimer diese denkwürdige Partie durch einen Treffer David Kienasts zehn Minuten vor Schluss, drei Mal hatte zuvor die Führung gewechselt. Kassels Formkurve erhielt einen Knick – und die U23 war plötzlich wieder in Schlagdistanz. „Solange es rechnerisch möglich ist, glauben wir an den Aufstieg“, sagte Kapitän Kai Herdling. Sechs Tage später war der Traum durch ein 1:5 gegen den KSC II ausgeträumt. Am Ende stand Platz fünf zu Buche, Herdling konnte sich mit dem Titel des Regionalliga-Torschützenkönigs (19) trösten. Zwei Stammspieler kündigten am Saisonende ihren Abschied an: Torjäger Adam Jabiri und Andreas Ludwig schafften auf ihre Weise den Aufstieg in die 3. Liga und gingen zum 1.FC Heidenheim – Jabiri ganz, Ludwig auf Leihbasis für ein Jahr.

JUNI

Mit Tobias Strobl von der U23 des TSV 1860 München II wurde der erste – und einzige – externe Neuzugang vermeldet. Der Rest des Kaders wurde mit U19-Spielern aufgefüllt. Zum Trainingsstart am Monatsende begrüßte Neu-Trainer Frank Kramer erstmals seine Truppe, zunächst bei den Kraft-, Schnelligkeits- und Ausdauertests, dann auf dem Platz.

JULI

Die Vorbereitung beinhaltete ein Trainingslager in der Sportschule Schöneck und verzeichnete positive Testspielergebnisse: Gegen den Oberligisten FSV Hollenbach (3:1) und beim 1.FC Heidenheim (2:1) gab es Siege, im Dietmar-Hopp-Stadion wurde die von Patrick Kluivert trainierte zweite Mannschaft des niederländischen Meisters FC Twente mit 5:2 demontiert. Wie immer heiß umkämpft waren die teaminternen Wettbewerbe bei verschiedenen Teambuildingmaßnahmen. Während es beim Angeln am Fischteich beim ASV Zuzenhausen keinen wirklichen Sieger ab, räumte Tabe Nyenty zwei Wochen später bei der Schützengesellschaft Sinsheim die Trophäe des besten Schützen – mit dem Gewehr – ab. Ausgerechnet das letzte Vorbereitungsspiel gegen den 1.FC Kaiserslautern II ging mit 1:2 in die Hose.

AUGUST

Nach durchwachsenem Auftakt – dem Startsieg gegen den FSV Frankfurt II folgten zwei Niederlagen – gewann die Kramer-Elf Ende August mit sage und schreibe 7:0 beim TSV 1860 München II und startete eine imposante Serie, ...

SEPTEMBER

… die ihr im Folgemonat vier weitere Siege bei insgesamt 31:1 Toren und den zwischenzeitlichen Sprung auf Platz zwei bescherte. Der Faden riss erst Ende September beim 0:1 gegen den Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten Stuttgarter Kickers.

OKTOBER

Nach einer kurzen Durststrecke begeisterte die U23 beim 3:1-Heimsieg gegen den SV Waldhof Mannheim und einem 2:0 im Top-Spiel bei der SG Sonnenhof Großaspach. Mit nur drei Zählern Rückstand auf Platz eins lagen die Hoffenheimer als Tabellendritter in Lauerstellung.

NOVEMBER

Knieverletzungen, Nasenbeinbrüche und Gelbsperren brachten den Motor etwas ins Stottern. Im Windmonat blieb die Kramer-Elf in vier Begegnungen ohne Sieg.

DEZEMBER

Der ersehnte Befreiungsschlag blieb aus, immerhin beendete Nicolai Groß – mit zwölf Treffern erfolgreichster Torschütze bislang – beim 1:1 gegen 1860 München II die fast vier Spiele währende Torflaute. „Wir haben noch sehr viel zu tun“, sagte Kramer, der vor der Winterpause noch zu eine einwöchige „aktive Regeneration“ anordnete. Am 16. Januar geht es mit frischem Schwung weiter…

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