Page 90 - Spielfeld_Oktober_2016
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                Nach dem Spiel unterstützen sie zudem die Medienabteilung bei der Durchführung der Pressekonferenz. Auch außerhalb des Stadions trifft man am Spieltag auf die – dank ihrer ein- heitlichen Kleidung – gut sichtbaren Helfer, die die Info-Flyer zum Spiel verteilen und als Ansprechpartner für die Fans fungieren. Drei Volunteers kümmern sich währenddessen in den Katakomben um die Einlaufkinder und bereiten die Kleinen auf ihren großen Moment an den Händen der Stars vor. Wenn dann die Spannung langsam steigt und der Anpfiff näher rückt, stehen die Volunteers der Stadionregie im Fokus, die für die „Stadionshow“ mitverantwortlich sind.
Teamkoordinator „Alpi“ hat alles im Blick
Der Zeitplan rund um ein Bundesligaspiel ist eng gestrickt. Auch für ein eingespieltes Team, wie es die Volunteers der TSG sind, ist jeder Einsatz eine Herausforderung. Davon kann Alpaslan Salman berichten. Der 51-Jährige, den alle nur „Alpi“ nennen, ist vor und während des Spiels im Stadioninnenraum unterwegs und als Teamkoordinator für alle Dinge zuständig, die zwar direkt vor den Augen der Zuschauer passieren,
die Daumen“, verrät die sportbegeisterte Lehrerin, die auch schon den Kindern ihrer zweiten Klasse die TSG mit einer Stadionführung nähergebracht hat. „Ich kümmere mich gern um die Fans von morgen“, sagt Späth und lacht. Als treue Anhängerin der TSG genießt sie das Gefühl, am Spieltag hautnah dabei sein zu können. „Die Zeit als Volunteer hat mir schon viele tolle Momente bereitet.“ Sei es die Herbst- meisterschaft nach dem Bundesliga-Aufstieg, die Eröffnung der neuen Arena oder die Duelle mit dem FC Bayern oder Borussia Dortmund. Besonders in Erinnerung geblieben ist aber die Relegation in der Saison 2012/13. „Wir sind mit allen Volunteers nach Kaiserslautern gefahren, um die Mannschaft in dieser schwierigen Situation zu unterstützen. Das war ein klasse Gefühl.“
Gemeinsame Aktionen festigen den Zusammenhalt
Ohnehin wird der Zusammenhalt bei den ehrenamtlichen Helfern groß geschrieben. Im Team hinter dem Team gehö- ren gemeinsame Aktivitäten einfach dazu. Neben der Weih-
auf den ersten Blick aber kaum auffallen.
„Bis jetzt ist immer alles glatt gelaufen,
aber bis es soweit ist, kann es schon mal
spannend werden“, weiß der erfahrene
Volunteer, der in seiner fünften Saison
freiwillig bei der TSG mit anpackt. Er und
sein Team stellen die Netzwerkgeneratoren
für die Fotografen zur Verfügung, damit
diese ihre Bilder schon während der 90 Minuten verschicken können. Vor dem Spiel und in der Halbzeit müssen dann einige Werbebanner auf- und wieder abgebaut werden. Alles schnell und so unauffällig, dass die Spieler auf dem Rasen in ihrer Vorbereitung auf die Partie nicht beeinträchtigt werden. Dabei kann sich „Alpi“ jederzeit auf sein Team verlassen. „Alle sind mit Herzblut dabei. Die gemeinsame Arbeit macht riesigen Spaß.“ Sobald der Anpfiff ertönt, fiebert der TSG-Anhänger dann vom Spielfeldrand mit der Mannschaft. „Alpis“ Blick wandert dabei immer wieder auf die kleine Anzeigetafel, die direkt neben ihm steht. Die Anzeige verrät, mit welcher Geschwindigkeit die Schüsse der Hoffenheimer Stürmer den Weg auf und am besten auch ins Tor finden. Diese Info gibt „Alpi“ dann an die Stadionregie weiter. Gegen Wolfsburg fällt leider kein Tor. Mark Uth mit 79 km/h und Sandro Wagner, dessen Schuss mit 77 km/h am Tor vorbeirauscht, vergeben die besten Gelegenheiten für die TSG. „Alpi“ hat alles im Blick.
Während er die kompletten 90 Minuten über am Spielfeldrand „voll unter Strom steht“, verfolgt Carolin Späth die Partie von der Pressetribüne aus. „Meine ganze Familie drückt der TSG
nachtsfeier, der Auswärtsreise zu einem TSG-Spiel, nahmen die Hoffenheimer in diesem Jahr erstmals auch am Fußball- turnier der Bundesliga-Volunteers in Hamburg teil. „Angereist sind wir mit dem Bus der Profis. Das hat schon für Aufsehen gesorgt“, erzählt „Alpi“, der gern jeden zweiten Samstag pro Monat seinem Klub widmet. „Die TSG ist wie
eine Familie. Hier wird viel Wert auf das Miteinander gelegt.“ Neben seinem Engagement für die TSG ist „Alpi“ zudem für das Projekt „Anpfiff ins Leben“ tätig. Insbesondere der Bezug und die Verbindung zur Region gefällt ihm: „Mit der Philosophie der TSG kann ich mich voll identifizieren. Auch das Interesse an unserer Arbeit ist im gesamten Verein hoch.“ Ganz nach dem Leitbild der TSG Hoffenheim, das eine harmonische Gesamtstimmung im Verein vorsieht, geprägt von einem re- spektvollen Umgang und gegenseitiger Wertschätzung. „Ich habe als Volunteer schon viele Freundschaften geschlossen. Die Arbeit verbindet, wir sind wie eine kleine Familie“, betont auch Carolin Späth.
Zwei Stunden nach Spielende, wenn die Pressekonferenz gelaufen ist und alle Werbebanner wieder verstaut sind, ist der Spieltag auch für die Volunteers Carolin Späth und Alpas- lan Salman beendet. Feierabend für die fleißigen Helfer im Hintergrund, die sich in ihrer Freizeit gerne für ihren Verein engagieren und eine tolle Arbeit machen!
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„Alle sind mit Herzblut dabei. Die gemeinsame Arbeit macht riesigen Spaß.“
ALPASLAN SALMAN













































































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