Page 77 - Spielfeld_Oktober_2016
P. 77

                   Fotos: © ETHIANUM Klinik
Menschen, die nach Unfällen komplexe Eingriffe an der Hand benötigen oder auch für Säuglinge, deren Handfehl- bildungen korrigiert werden können. „Das war und ist aber auch interessant für Handballer, Tennis-, Hockey- und Eis- hockeyspieler sowie die Torhüter aus dem Fußball und anderen Sportarten“, erklärt Peter Görlich, der selbst Torwart in der Oberliga war, damals die dritthöchste Spielklasse des deutschen Fußballs. Wie übrigens auch sein Partner, der Ärztliche Direktor des ETHIANUM, Prof. Dr. Günter Germann. Gerade die „Handwerker“ unter den Topsportlern hatten früher erhebliche Probleme, bestes Fachpersonal zu finden, wenn sie Handverletzungen erlitten hatten.
Sportmedizin-Zentrum im Aufbau
Von Beginn an kamen auch viele andere Spitzensportler der Region Rhein-Neckar und darüber hinaus in den Heidelberger Stadtteil Bergheim, um eine MRT (Ma- gnetresonanztomographie), die auch Kernspintomographie genannt wird, vornehmen zu lassen. Oder sie besuchen das ETHIANUM für sportmedizinische Eignungstests. Die Klinik ist bekannt dafür, dass sie im Besitz eines ausge- zeichneten technischen Geräteparks und modernster OP-Räume ist.
„Nun sind wir dabei, ein sportmedi- zinisches Zentrum aufzubauen mit einem orthopädisch-traumatologischen Schwerpunkt“, sagt Prof. Germann. Als Traumatologie bezeichnen die Mediziner die Wissenschaft von Verletzungen und Wunden. Die „Verletzungskunde“ kennen die TSG-Orthopäden Dr. Frölich und Dr. Kern, der 1988 bei den Olympischen Spielen für das deutsche Kunstturn-Team antrat (vgl. „SPIELFELD“ 08/2016), gewis- sermaßen aus dem Effeff. Im ETHIANUM arbeiten sie mit Dr. Michael Lehmann zusammen, der sich als Orthopäde auf die Behandlung von Schulterverletzungen spezialisiert hat.
Beim Auf bau des orthopädisch-traumato- logischen Zentrums im ETHIANUM wird die TSG mit ihrem achtzehn99 Reha- Zentrum, das 2012 gegründet wurde und räumlich mit dem Trainingszentrum in Zuzenhausen verbunden ist, inklusive ihrer Expertise und den Erfahrungen des dort angestellten Personals wichtige Unterstützung leisten. Zumal in Thomas Frölich auch hier eine optimale persön- liche Verzahnung zwischen der Topklinik in Heidelberg und der TSG-Reha garantiert ist. Denn Dr. Frölich ist der Leiter des Reha-Zentrums in Zuzenhausen mit seinem qualifizierten Team von Physio- therapeuten.
DATEN & FAKTEN
Eröffnung: 23. September 2010 Gesamtgröße: 9.200 m2 Mitarbeiter: 70
Medizintechnische Ausstattung:
• Hochmoderner OP-Bereich mit zwei OP-Sälen, einer davon vollverglast (54 m2) mit Spezial- equipment für Arthroskopie und mikrochirurgische Eingriffe
• Zwei vollausgestattete Eingriffs- räume (je 30 m2)
• Ambulantes OP-Zentrum mit sieben Ruheräumen
• Schlaflabor (21 m2)
• 3-Tesla Magnetresonanztomo-
graph, digitale Röntgengeräte, Ultraschallgeräte, Lasergeräte etc.
Unterbringung und Komfort:
23 Komfortzimmer, vier Suiten zur Einzel- oder Doppelbelegung, Rooming-In Option, Lobby und Lounges, Cafeteria, Roomservice, Shuttleservice, klinikeigene Tief- garage (öffentlich), 43 Stellplätze
SPIELFELD TSG 1899 HOFFENHEIM
77
Das ETHIANUM mit seinem stattlichen
Gebäude (links) ist an der Voßstraße in Heidelberg untergebracht. Auch die Lobby (unten) ist eindrucksvoll wie bei einem Top-Hotel.
Region
 












































































   75   76   77   78   79