Page 59 - Spielfeld_Oktober_2016
P. 59

                 Und die Freude, die junge Spieler beim Leis- tungsfußball erleben können, aber auch die Schwierigkeiten, mit denen sie auf dem Weg zum Profi konfrontiert werden können, möchte der neue U16-Trainer den 15- und 16-Jährigen vermitteln. Sein eigener Traum vom Profifußball platzte. Während Gomez und Khedira National- spieler wurden, musste er seine Ambitionen langsam begraben. Galm unterschrieb in der Ära Giovanni Trapattoni beim VfB Stuttgart einen Profivertrag, doch er riss sich mehrere Bänder im Knöchel und fiel fünf Monate aus. Er lernte die Schattenseiten kennen, arbeitete hart, aber schaffte es nicht mehr ganz nach oben. Ein neuer Anlauf bei Eintracht Frankfurt, wo er in der Saison 2007/08 unter Vertrag stand, scheiterte.
Auf und neben dem Platz ein Vorbild
„Ich habe viel trainiert und alles gegeben, es hat am Ende aber nicht für die Bundesliga-Karriere gereicht“, sagt Galm, der eines erkannt hat: „Im Fußball brauchst du ab einem gewissen Niveau viel Glück, den richtigen Trainer, ein professio- nelles Umfeld, die richtige Mentalität und vor allem eine verletzungsfreie Zeit.“ Er hadert schon lange nicht mehr mit seinem Schicksal als Jung- prof i. Galm besitzt eine starke Persönlichkeit und einen positiven Charakter, im Training fördert und fordert er die Jungen der U16. In der fußballerischen Ausbildung, die der TSG-Philo- sophie des „Nachvorneverteidigens“ und des Offensivfußballs entspricht, kann er als ehemals erfolgreicher Stürmer viel vormachen. Aber noch wichtiger ist ihm, den Jungen gutes mentales Rüstzeug mitzugeben.
Verein
  Trainerarbeit: Danny Galm mit Jassin Naainiaa und Lukas Gross (v.l.).
SPIELFELD TSG 1899 HOFFENHEIM
59




























































































   57   58   59   60   61