Page 55 - Spielfeld_Oktober_2016
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                                  BLONDES URGESTEIN
Seit 2009 steht in St. Leon-Rot zwischen Feldern, Bogenschützenanlage und dem Klubhaus des VfB St. Leon das Jugendförderzentrum für Frauen- und Mädchenfußball. Stephanie Breitner kennt sich dort bestens aus.
PRÄSENTIERT VON
   B eim ersten Schritt über die Schwelle der gläsernen Eingangstür des Frauen- und Mädchenförder- zentrums der TSG Hoffenheim bekommt manch
eine leuchtende Augen. An den Wänden glänzen große Fotoaufnahmen, in den Sitzecken im Eingangsbereich, dem Gymnastikraum und dem Physio-Zimmer herrscht meist reger Betrieb. Stephanie Breitner kennt das alles seit dem ersten Spatenstich. „Ich erinnere mich noch daran, dass irgendwann von dem Bau einer eigenen Anlage nur für die Frauen- und Mädchenmannschaften gesprochen wurde“, erzählt Breitner. „Daran geglaubt habe ich erst, als wir auf den neuen Plätzen trainiert haben.“ In der D-Jugend wechselte die Mittelfeldspie- lerin von ihrem Heimatverein 1. FC Mühlhausen zur neugegründeten Spielgemeinschaft mit dem VfB St. Leon, wo sich eine reine Mädchenmannschaft formierte. „Die Erkenntnis, dass noch andere Mädchen Fußball spielen, war für mich ganz neu.“ Als 2009 die Pforten des Förderzentrums öffneten, war Stephanie 17 Jahre jung. Zu diesem Zeitpunkt begann für die gebürtige Heidelbergerin auch die Zeit in der TSG-Frauenmann- schaft, die gerade aus der Oberliga Baden-Württemberg in die Regionalliga Süd aufgestiegen war. Ob sie damals schon von der Bundesliga geträumt hat? „Daran habe ich eigentlich nicht gedacht. Wie das alles hier gereift ist, begreift man erst rückblickend.“
Genauso wenig träumte Stephanie Breitner von der Nationalmannschaft, wenngleich sie Jahr für Jahr mit der badischen Auswahl zum Länderpokal fuhr. „Ich bin nie in der Hoffnung dorthin gefahren, gesichtet zu werden“, erzählt sie. Der Blondschopf fiel trotzdem auf. 2008 nahm sie mit der U16-Nationalmannschaft am Vier-Länder-Turnier teil, im gleichen Jahr gab sie ihr Debüt bei den deutschen U17-Juniorinnen. Ihre Welt war der DFB jedoch nicht: „Natürlich sammelt man einmalige Erfahrungen und reist in die verschie- densten Länder. Ich hatte bei der Nationalmannschaft aber immer die Hosen voll. Vor jedem Spiel und vor jedem Training.“ Auch heute ist für „Steph“ das DFB- Team kaum ein Thema. Sie wolle sich auf ihre Leistung bei der TSG konzentrieren, sagt sie. Die letzten drei Jahre in der Bundesliga seien für sie nicht einfach gewesen.
STEPHANIE BREITNER
Geburtsdatum 25. September 1992 Geburtsort Heidelberg
SPIELFELD TSG 1899 HOFFENHEIM
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Vereine
2009-2016
TSG Hoffenheim
Vereine in der Jugend
2007-2009 2000-2007 -2000
Erfolge
2012/13 2009/10
2008-2009 2008
TSG Hoffenheim VfB St. Leon
1. FC Mühlhausen
Aufstieg in die Allianz Bundesliga Aufstieg in die
2. Bundesliga
4 U17-Länderspiele 2 U16-Länderspiele
Frauen- Bundesliga
Offizieller Fitness- und Gesundheitspartner
Verein
  








































































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