Page 27 - Spielfeld_Oktober_2016
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                 es unserem finanziellen Rahmen und: Wie ist eigentlich der Charakter?“ Der Sportdirektor der TSG kann herzhaft lachen, wenn er etwa an die kritischen Anmerkungen denkt nach dem Transfer von Sandro Wagner. „Es gab ja schon einige Fragezeichen vor der Verpf lichtung.“ Nun fühlt sich Rosen in seinem Eindruck bestätigt: „Sandro ist auf dem Rasen ein Tier. Und abseits des Platzes ein absolut angenehmer Mensch“, sagt der 37-Jährige und erzählt zur Veranschaulichung eine kleine Anekdote: „Sandro ist der erste Neuzugang gewesen, der hier an seinem ersten Tag gleich durch alle Büros gegangen ist und sich überall vorgestellt hat: ‚Hallo, ich bin Sandro, ich bin neu hier.‘“ Das ist die öffentlich unbekannte Seite. Und Unwissen führt schnell zu Urteilen, Vorurteilen, Fehlurteilen. Alexander Rosen hat gelernt, geduldig zu sein – und er hat gelernt, dass öffentliche Ungeduld normal ist: „Ich weiß noch, was alles über Mark Uth geschrieben wurde: ‚Fehlein- kauf, Leichtgewicht, durchgefallen.‘ Und jetzt schreien die Gleichen: ‚Halleluja, ist der gut.‘ Das ist mir alles zu extrem.“ Bedeutender ist Rosen das Urteil der Kollegen, etwa das jüngste von Rouven Schröder, Sportdirektor des FSV Mainz 05, der die TSG lobte: „Sie machen Transfers in beide Richtungen, setzen auf deutsche Spieler, haben einen Trainer aus dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum – alles sehr ordentlich, finde ich.“
Das profunde Lob, keine Frage, freut Alexander Rosen. „Ich habe das Gefühl, dass schon registriert wird: Wir tun, was wir sagen. Die Tat ist da, nicht nur das Wort.“ Nicht nur der TSG-Sportdirektor weiß: Es war nicht immer so. Die Vorgaben der Klubführung haben sich in den Jahren nicht verändert. Aber nicht zu allen Zeiten wurden sie befolgt. „Als ich 2013 anfing, war kein einziger Nachwuchsspieler im Kader. Jetzt ist es ein Drittel. Damals haben wir, mit Ausnahme einer Saison, nur Minus, Minus, Minus gemacht. Jetzt machen wir Gewinn, erwirtschaften hohe Transfererlöse, entwickeln und verkaufen Spieler.“
Besserer Ruf als in früheren Zeiten
Entsprechend sei auch das öffentliche Image der TSG Hof- fenheim ein erheblich besseres als zu früheren Zeiten. Nicht zuletzt auch aufgrund der offensiven Spielweise und einem jungen, smarten Trainerteam um Julian Nagelsmann. „Auch neutrale Fußballfans können sich mit unserem Weg identifizieren“ sagt Alexander Rosen. „Wir erreichen immer mehr Menschen.“ Und dann folgt der Satz, der auch etwas mit neuem Selbstbewusstsein zu tun hat: „Aber wir müssen auch nicht allen gefallen. Wir müssen nur von unserem Weg überzeugt sein.“
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