Page 12 - Spielfeld_Oktober_2016
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                „ICH HABE NIE GEZWEIFELT“
Einen längeren Anlauf brauchte Mark Uth, um sich in der Bundesliga zu etablieren.
Der 25-Jährige, der im Sommer 2015 zur TSG Hoffenheim kam, schaffte als Spätstarter in der niederländischen Eredivisie beim SC Heerenveen den Durchbruch zum Torjäger. Bis sich seine Klasse voll entfalten konnte, zeigte der gebürtige Kölner ein großes Maß an Geduld.
Wenn es um Geduld im Fußball geht, bist Du ein guter Ansprech- partner. Dein Anlauf in die Bundesliga war nicht ganz gradlinig. Fühlst Du Dich selbst auch als Spätstarter?
„Ich hatte nicht diesen Bilderbuchstart in meine Karriere und musste für mein Ziel Bundesliga den Umweg über die Niederlande gehen. Ich hatte immer ein bisschen Probleme am Anfang, auch dort hat es nicht gleich gut geklappt. Aber die Qualität hat sich schließlich überall mit ein wenig Zeitverzögerung durchgesetzt.“
Die anfänglichen Probleme hattest Du auch hier in Hoffenheim. Noch zu Beginn des Jahres warst Du kein Stammspieler bei der TSG. Hast Du nun das Gefühl, richtig angekommen zu sein?
Sehr schnell und extrem zielstrebig: Mark Uth findet meist den kürzesten Weg zum gegnerischen Tor.
„Auf jeden Fall. Ich habe die ganze Vor- bereitung mitgemacht, ich hatte kaum Probleme, keine Verletzungen, alles war gut. Wir sind recht gut gestartet mit dem Pokalsieg und auch in der Bundesliga. Und ich habe ja zum Auftakt auch gleich Tore erzielt.“
Vor der Europameisterschaft wur- dest Du plötzlich sogar als Kandidat für die deutsche Nationalmannschaft gehandelt.
„Das hat mich natürlich auch überrascht. Es ist unglaublich zu hören, auch wenn es im Endeffekt nicht geklappt hat. Es ist eine Ehre, überhaupt im Gespräch zu sein. Das war schon schön und eine Bestätigung, dass ich als Stammspieler der TSG wahrgenommen werde.“
Für einen Spätstarter bist Du wirk- lich schnell in den Blickpunkt ge- rückt. Wie schaust Du eigentlich heute auf den 17- oder 18-jährigen Mark Uth?
„Das ist lustig. Heute sind viele 17- und 18-Jährige schon Stammspieler in der Bundesliga. Ich habe aber mit 17, 18 Jahren noch auf Ascheplätzen gespielt, als ich bei Viktoria Köln war. Das ist schon ein Unterschied zu den jungen Spielern von heute. Ich bin spät zum Profifußball gekommen. Heutzutage werden die Talente viel stärker gefördert und vor allem bekommen sie auch die Chance, früher in den ersten Mannschaf- ten zu spielen.“
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