Page 75 - Spielfeld 04 2020
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 SPIELFELD TSG HOFFENHEIM 75
Mit zehn Jahren schwang John zum ers- ten Mal einen Schläger auf dem Platz des Sinsheimer Golfclubs, damals wohnte er noch in Mannheim. „Das waren meine ersten Versuche. Anfangs hatte ich gar nicht so richtig Lust drauf, ich war auch begabt in Leichtathletik und hatte die Möglichkeit, zur Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft 1899 zu gehen.“ Irgendwann meinte seine Mutter: „Zwei Sportarten gehen nicht.“ Er entschied sich für Golf. „Es war wohl die richtige Wahl“, sagt er.
Allen John war täglich auf dem Platz, wech- selte später zum Golfclub Heddesheim und 2004 nach St. Leon-Rot. Mit 15 spielte er im Junioren-Nationalteam, 2005 gewann er die German Boys Open, eines der renommier- testen Jugendturniere Europas und wurde sechsmal nacheinander Deutscher Meister mit dem Team des GC St. Leon-Rot. 2011 erfüllte er sich dann seinen Traum: John wurde Profi. Er stellte einen Antrag bei der PGA of Germany, in dem er ein Handicap von etwa +3,5 nachwies, aber: „Profi nennen können sich viele, sich für die Touren zu qualifizieren, ist dagegen nicht so einfach. Du musst mithalten können. Das ist ent- scheidend.“
John hielt mit, gewann noch im selben Jahr seinen ersten Titel bei den Profis, die Haug- schlag Open in Österreich. „Im Stechen habe ich damals Sebastian Buhl geschlagen. Heute ist er hier Headcoach der Damen“, sagt John. Der Titel war eine Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. „Ich tue mich schwer damit, zu sagen: Hey, du bist Fünfter geworden, ist doch ein gutes Ergeb- nis. Ein Sieg ist das Ultimative. Dieses Gefühl, gewinnen zu wollen, ist tief in mir verankert.“
   Sicherer Putt: Allen John wurde unter anderem sechsmal nacheinander Deutscher Mannschaftsmeister mit dem GC St. Leon-Rot.
 





























































































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